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Siehe auch die Pressemitteilungen der deutschen Sektion!

 

Informationsabende von amnesty international

Einmal im Monat veranstaltet amnesty international in München Informationsabende für alle, die mehr über die ai-Arbeit erfahren oder bei ai mitarbeiten möchten. Die Termine:

  • Mittwoch, 14.01.04
  • Mittwoch, 11.02.04
  • Mittwoch, 10.03.04
  • Mittwoch, 14.04.04
  • Mittwoch, 12.05.04
  • Mittwoch, 16.06.04
  • Mittwoch, 14.07.04
  • im August gibt es keinen Infoabend
  • Mittwoch, 15.09.04
  • Mittwoch, 13.10.04
  • Mittwoch, 10.11.04
  • Mittwoch, 15.12.04

Jeweils um 19:30 Uhr, in der Evangelischen Studentengemeinde (ESG), Friedrichstraße 25, München-Schwabing (U-Bahn Giselastraße). Weitere Veranstaltungen von ai München finden Sie unter www.amnesty-muenchen.de/termine.

Hintergrundinformation zu amnesty international: ai setzt sich seit über 40 Jahren weltweit für Menschen ein, deren Rechte verletzt werden. Grundlage der ai-Arbeit ist die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die 1948 von den Vereinten Nationen verabschiedet wurde. Insbesondere möchte ai erreichen, dass gewaltlose politische Gefangene freigelassen werden, das sind Gefangene, die nur aus politischen Gründen in Haft sind und die Gewalt weder angewendet noch befürwortet haben. ai kämpft gegen Folter, Todesstrafe und "Verschwindenlassen". ai möchte zudem erreichen, dass alle politischen Gefangenen ein faires Gerichtsverfahren erhalten.

In mehr als 150 Staaten hat ai Mitglieder und Unterstützer, insgesamt sind es über eine Million. Rund 40 Gruppen gibt es im ai-Bezirk München. Unter diesen Gruppen sind auch einige mit speziellen Aufgaben, beispielsweise der Arbeitskreis Kirchen, der urgent-action-Arbeitskreis, der Asyl-Arbeitkreis und verschiedene Koordinationsgruppen, die auf bestimmte Länder spezialisiert sind. Sämtliche Arbeit bei ai München wird ehrenamtlich geleistet, so auch der Bürodienst oder die Lobbyarbeit.

 

Film "La espalda del mundo"

ai München zeigt "La espalda del mundo", ein Film über diejenigen, die "keine Rechte mehr haben", entstanden anläßlich des 50. Jahrestags der UNO-Menschenrechtserklärung.

Was? Film "La espalda del mundo", Spanien 2000, 89 Minuten, OmeU, Regie: Javier Corcuera, Internationaler Kritikerpreis des Filmfestivals von San Sebastian
Wann? Samstag, 10. Januar, 19 Uhr 30
und Sonntag, 11. Januar, 17 Uhr
Wo? Gasteig in München
Vortragssaal der Bibliothek
Eintritt? 5,50 Euro (ermäßigt 4,50 Euro)
(der Erlös geht je zur Häfte an ai und die Thomas-Miller-El Unterstützer-Kampagne)

la-espalda-del-mundo

In drei Episoden erzäht dieser Film von drei Schicksalen in unserer Welt: vom elfjährigen Guinder Rodrigues aus Peru, der in einem Steinbruch arbeitet, von Mehdi und Leyla Zena, die wegen ihres politischen Engagements als kurden in türkischen Gefängnissen landeten, und vom zum Tod verurteilten Thomas Miller-El. Scheinbar unspektakulär zeigt Corcuera an den schauplätzen Peru, Türkei und USA, dass der "Rücken der Welt" überall sein kann, in den armen, wie in den reichen Ländern. Die Idee zu diesem Film entstandt anläßlich des 50. Jahrestages der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte im Jahr 1998. daraus geworden ist ein Film über diejenigen, "keine Rechte, die nichts haben" (Corcuera).

Weitere Informationen unter www.laespaldadelmundo.com

Eine Veranstaltung von amnesty international München, English speaking group, mit freundlicher Unterstützung von FedEx und der Gruppe Thomas Miller-El (Madrid)

 

amnesty international stellt neuen Deutschland-Bericht vor: Gewaltmissbrauch bei der Polizei weiterhin ernstes Problem - Fälle auch in Bayern

München, 13. Januar 2004 - Nach 1995 und 1997 stellt amnesty international (ai) am 14. Januar weltweit einen neuen Deutschland-Bericht der Öffentlichkeit vor. Thema des Berichts sind erneut Misshandlungen und Einsatz unverhältnismäßiger Gewalt durch die Polizei - auch in Bayern. Der Bericht dokumentiert erschreckende Kontinuitäten. Nach wie vor ist Gewaltmissbrauch bei der deutschen Polizei mehr als nur ein Einzelfall-Problem. Vonnöten sind institutionelle Reformen. ai fordert unter anderem, dass ein unabhängiges Gremium zur Untersuchung von Beschwerden über Gewaltmissbrauch bei der Polizei eingerichtet wird.

Der Bericht wird ab Mittwoch, 14. Januar 2004, 11 Uhr auf der Homepage von amnesty international (www.amnesty.de) verfügbar sein. Zur gleichen Zeit wird er in Berlin vor der Bundespressekonferenz vorgestellt.

Für Nachfragen und Interviewwünsche wenden Sie sich bitte an die Pressesprecher des ai-Bezirks München:
Mail: presse@www.amnesty-muenchen.de

Wenn Sie Schwierigkeiten haben, den Bericht von der ai-Homepage herunterzuladen, können Sie ihn auch direkt bei der Pressestelle von ai Deutschland erhalten:
Mail: presse@www.amnesty.de

 

Die amnesty international Gruppe "Kampagne gegen die Todesstrafe" vom Bezirk München und Oberbayern lädt ein zum

BENEFIZKONZERT
Lieder gegen GEWALT und TODESSTRAFE

am Samstag 7. Februar 2004 um 19:30 Uhr
mit GABI UHL

lieder-gegen-todesstrafe Gabi Uhl ist Musiklehrerin, Chorleiterin und Sängerin. 1998 lernte sie durch Briefkontakt und Besuche Clifford Boggess kennen, der im Todestrakt von Texas / USA lebte. Monate später war sie Zeugin seiner Hinrichtung und verarbeitet nun ihre Erfahrungen auf musikalische Weise - mit Songs (Lieder von Steve Earle, Erich Kästner (Musik Gabi Uhl), Reinhard Mey, Happy Rhodes, Amy Grant und Wayne Kirkpatrik und von vielen, vielen mehr ...) unterstützt von Bildern und Zwischentexten, die sich mit der Problematik der Todesstrafe beschäftigen und zur persönlichen Auseinandersetzung einladen.

Wo?
Im Alten- und Servicezentrum Fürstenried-Ost
Züricherstr. 80 - 81476 München
U-Bahn U3: Forstenrieder Allee

EINTRITT?
5,- Euro
STUDENTEN/SCHÜLER: 2,50 Euro

Veranstalter:
Bezirkskoordinationsgruppe 1458
"Kampagne gegen die Todesstrafe"
amnesty international / München u. Oberbayern
Leonrodstr. 19, 80634 München
E-Mail: todesstrafe@amnesty-muenchen.de
Web: www.amnesty-muenchen.de/todesstrafe

lieder-gegen-todesstrafe

Die Musik von Gabi Uhl ist im Internet abrufbar unter:
members.aol.com/gabi22uhl/Page40.html
Anfragen für telefonische Interviews mit Gabi Uhl bitte an:
Andreas Albrecht, Tel: 089 / 20 90 05 34
Email: andrew0361@aol.com

 

amnesty international gründet Jugendgruppe in München - In München arbeiten 20 ai-Gruppen, aber keine einzige Jugendgruppe

"Schon mal einem Diktator die Zähne gezeigt?" - dieser Aufruf hängt in diesen Tagen in vielen Schulen, Sportvereinen und Kirchengemeinden in München. Die Menschenrechtsorganisation amnesty international (ai) sucht damit nach Jugendlichen, die Lust haben, in einer ai-Jugendgruppe mitzuarbeiten.

Drei Schüler haben die Gruppengründung initiiert: Die 14jährige Sonja Gall und zwei ihrer Freunde. Sonjas Mutter arbeitet bei ai - und so bekam die Schülerin das ai-Journal in die Hände und fuhr mit zur letzten Jahresversammlung. "Irgendwann dachte ich: Ich muss etwas tun", sagt Sonja. Vor allem gegen Menschenrechtsverletzungen an Frauen möchte sie aktiv werden. Wenn die drei Jugendlichen Erfolg haben, beenden sie damit eine außergewöhnliche Situation: In der Großstadt München gibt es über 20 ai-Gruppen, aber noch keine einzige Jugendgruppe.

Gründung der ersten Jugendgruppe von ai München
Freitag, 5. März 2004, 16 Uhr
amnesty international Bezirks-Büro, Leonrodstr. 19, (U-Bahn Rotkreuzplatz)

Für Rückfragen:
Sonja Gall, Initiatorin der ai-Jugendgruppe, Tel. 0173/4012122
Siehe auch auf unsere Webpage www.amnesty-muenchen.de/jugendgruppe

 

amnesty international: HINSEHEN & HANDELN
Münchener Auftaktveranstaltung zur Kampagne
"Gewalt gegen Frauen verhindern"

frauenplakat

Der 8. März 2004 ist Weltfrauentag. An diesem Tag startet eine weltweite Kampagne von amnesty international unter dem Titel "HINSEHEN & HANDELN: Gewalt gegen Frauen verhindern", die bis 2006 geführt wird. Aus diesem Anlass lädt amnesty international zu einer Auftaktveranstaltung ins Theater im Fraunhofer ein. Organisatorin ist die Münchener ai-Gruppe, die sich mit Menschenrechtsverletzungen an Frauen befasst. Die Musik liefern Alexa Rodrian & Band. Die Münchner Sängerin hat nach Jahren in New York heute ihren ganz eigenen Stil zwischen Jazz und Ethno gefunden. Dazu liest der Schriftsteller - und hervorragende Vorleser - Urs Fiechtner ("Annas Geschichte") aus seinen Büchern. amnesty international stellt an diesem Abend Informationen über Menschenrechtsverletzungen an Frauen allgemein und über die neue Kampagne im Besonderen vor. Da die Kampagne mit den Schwerpunktländern Mexiko und Afghanistan beginnt, ist eine Frau aus Afghanistan eingeladen worden, die aus erster Hand über ihre Erlebnisse und die Lage in ihrem Land berichten kann.

Hinsehen und Handeln: Gewalt gegen Frauen verhindern
Wann: Montag, 8. März 2004, 20 Uhr
Wo: Theater im Fraunhofer, Fraunhoferstr.9, 80469 München (U1 und U2, Fraunhoferstraße)
Eintritt: 5 Euro
Reservierung: Telefon 089-26 78 50

 

Weltfrauentag: Postkarten gegen das Vergessen Informationsveranstaltung von amnesty international

Lilia Alejandra Garcia wurde im Februar 2001 in der Nähe ihres Arbeitsplatzes tot aufgefunden. Ihr Körper zeugt von dem Martyrium, das sie nach ihrem Verschwinden erlitten hat. Sie ist nur eines von vielen Beispielen von Gewaltverbrechen an Frauen in den Stra§en Mexikos, auf das der Staat nicht ausreichend reagiert.

Am 8. März 2004, dem Weltfrauentag, findet auf dem Karlsplatz in München eine Informationsveranstaltung von amnesty international zu Menschenrechtsverletzung an Frauen in aller Welt statt. Symbolisch verteilt amnesty international Blumensamen von Vergissmeinnicht.

Am Beispiel von Lilia Alejandra Garcia können Interessierte vor Ort gegen das Vergessen aktiv werden. Eine Postkarte soll den mexikanischen Staat zum Handeln auffordern.

Informationsveranstaltung am Weltfrauentag
Wann: Dienstag, 8. März 2004, 11 - 15 Uhr
Wo: Karlsplatz Nord
München Innenstadt

 

Tag der offenen Tür bei amnesty international

amnesty international lädt alle, die sich für die Arbeit der Menschenrechtsorganisation interessieren oder sich selbst für die Menschenrechte stark machen wollen, zum Tag der offenen Tür ein. Mitglieder der amnesty-Gruppen in München werden allgemeine Informationen geben und ihre Arbeit vorstellen.

amnesty international setzt sich seit über 40 Jahren gegen Folter, Todesstrafe und andere Menschenrechtsverbrechen ein. Die Organisation ist mit mehr als einer Million Mitgliedern in mehr als 150 Staaten vertreten, und allein im Raum München gibt es rund 40 Gruppen, deren Mitglieder sich ehrenamtlich engagieren.

Wann: 13. März 2004, 14-18 Uhr
Wo: Leonrodstr. 19, 80634 München (Nähe Rotkreuzplatz)

 

MODERN STRING QUARTET spielt für die Menschenrechte

modern-string-quartett BENEFIZKONZERT
für amnesty international
am 13. März, um 20 Uhr
im Bürgerhaus Gräfelfing
Karten zu 18 Euro
ermäßigt 12 Euro
in der Buchhandlung Kirchheim
Gauting, Tel. 089 / 850 35 11
bei Buch und Musik in Gräfelfing
Tel. 089 / 85 37 22
und ab 19 Uhr an der Abendkasse

Das neue Programm "W A S S E R ~ M U S I K ", das von der SZ als "außergewöhnliches Musikerlebnis" mit folgenden Worten beschrieben wurde: "Im neuen Programm des MSQ wird die besondere Fähigkeit des Ensembles deutlich, durch Arrangement, Komposition und Improvisation die Grenzen zwischen Klassischem und Zeitgenössischem aufzuheben, dabei immer perfekt aufeinander eingespielt, technisch souverän und präzise. Die Symbiose aus Moderne, Jazz und klassischen Elementen fasziniert und hinterlässt, immer wieder, ein begeistertes Publikum." Vor 20 Jahren gab das MSQ im Bürgerhaus sein erstes Konzert und eine neue Dimension des Streichquartetts begann. Dieses Jubiläumskonzert, auf das sich auch die vier Musiker Jörg Widmoser, Winfried Zrenner, Andreas Höricht und Jost-H. Hecker besonders freuen, sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Der Erlös dieser Veranstaltung, die von der ai Würmtalgruppe 1440 organisiert wird, geht an amnesty international. Seit über 40 Jahren setzt sich ai weltweit für Opfer von Menschenrechtsverletzungen ein.

Weitere Infos unter
www.amnesty-muenchen.de/1440/
www.modernstringquartet.com
modern-string-quartett

 

Versteigerung

kalender Die Künstlerin Angelika Borgböhmer, deren Aquarell (siehe Bild) den ai-Taschenkalender 2004 schmückt, hat das Original ai gestiftet. Das Bild im Format 39,7 x 29,6 cm wird an den Meistbietenden versteigert. Mitmachen kann jeder, der sein Gebot bis zum 31. März 2004 an die Kalenderredaktion amnesty international, Leonrodstraße 19, 80634 München (E-Mail: kalenderredaktion@amnesty-muenchen.de) schickt.

Derzeit sind 555,55 Euro geboten!

 

amnesty international München demonstriert gegen Freilassung zweiter Klasse in Israel

Wann: Samstag, 15. Mai, 14 bis 17 Uhr
Wo: Stachus-Brunnen

Aktion am Stachus: Gruppe von amnesty international will ihrem Gefangenen helfen

München, 13. Mai 2004 - Es ist wohl ungewöhnlich, dass amnesty international bei einer Haftentlassung demonstriert. Aber die Münchner ai-Gruppe 1440 ist entsetzt über die Bedingungen, unter denen der israelische Atomtechniker Mordechai Vanunu freigekommen ist: Er steht in Israel de facto unter Hausarrest und hat keinen Reisepass erhalten. Am kommenden Samstag wird die ai-Gruppe 1440 dafür demonstrieren, dass Mordechai Vanunu endlich die völlige Freiheit erhält. Die Gruppenmitglieder werden Plakate halten, mit denen jedes Jahr von Vanunus Haft verdeutlicht werden soll. Die Plakate listen weltpolitische Ereignisse auf, die während der 18 langen Jahre geschehen sind.

Das bisherige Verhalten der israelischen Regierung und Gerichte im Fall Vanunu ist von amnesty international heftig kritisiert worden. Vanunu wurde am 30. September 1986 durch israelische Agenten in Rom entführt und nach Israel verschleppt. Dort wurde er in einem Geheimprozess zu 18 Jahren Einzelhaft verurteilt. Der Grund: Der ehemalige Mitarbeiter eines Atomforschungszentrums hatte Informationen über Israels Atomwaffenprogramm an die Sunday Times weitergegeben. Sein Ziel: Er wollte eine öffentliche Debatte über das israelische Nuklearprogramm und die Gefahren von Atomwaffen im Nahen Osten ansto§en. Die Folge seiner Tat: 18 Jahre Gefängnis, davon elf Jahre Einzelhaft.

Seit zehn Jahren hat sich die ai-Gruppe 1440 aus München dafür eingesetzt, dass Vanunu freigelassen wird. Gruppenmitglied Anna Moritz: "Wir haben uns mit hunderten von Briefen für seine Freilassung eingesetzt, haben ihm sogar Geschenke ins Gefängnis geschickt. Er hat uns immer wieder geantwortet, aber die Briefe waren voller Löcher, weil die Zensoren Teile herausgeschnitten hatten." Die Lektüre der Briefe führte bei der Gruppe zu der Annahme, dass die lange Einzelhaft bei Vanunu zu psychischen Schäden geführt hat. Kein anderer Häftling der westlichen Welt wurde so lange in Einzelhaft gehalten wie Vanunu.

 

Kinder im Irak inhaftiert und misshandelt?
ai-Schülergruppe fordert Aufklärung

Freitag, 9. Juli 2004, 16 Uhr Prinz-Carl-Palais (Von-der-Tann-Straße, gegenüber dem US-Konsulat), 16:30 Uhr: Demonstrationszug Richtung Stadtzentrum.

Die Mitglieder der Schülergruppe von amnesty international München sind entsetzt über Berichte, dass im Irak Kinder inhaftiert werden - und sie möglicherweise sogar mißhandelt worden sind. Deshalb demonstriert die Gruppe am heutigen Freitag (9. Juli 2004) vor dem US-Konsulat und fordert damit die Regierung der USA auf, sich zu den Vorwürfen zu äußern. Der Demonstrationszug sammelt sich um 16 Uhr vor dem Prinz-Carl-Palais (gegenüber dem Konsulat) und zieht dann in die Innenstadt.

Ein Bericht des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (UNICEF) wirft den USA vor, im Internierungslager Um Qasr Kinder zu inhaftieren. In dem UNICEF-Bericht heißt es: "Die Einstufung dieser Kinder ist besorgniserregend, da sie unbestimmte Haftzeit, ohne Kontakt mit der Familie, Erwartung eines Verfahrens oder Prozess beinhaltet." UNICEF beklagt, dass die Organisation daran gehindert wird, zu überprüfen, ob und unter welchen Bedingungen Kinder inhaftiert sind.

Die SWR-Sendung "Report Mainz" vom 5. Juli 04 zitiert sogar zwei Zeugen, die davon sprechen, dass Kinder in irakischen Gefängnissen misshandelt würden. Der US-Sergeant Samuel Provance berichtet von einem 16-jährigen Jungen im Gefängnis Abu Ghraib: "Er zitterte am ganzen Leib. ... Die Verhörspezialisten haben ihn mit Wasser übergossen und in einen Wagen gesteckt. Dann sind sie mit ihm durch die Nacht gefahren und zu der Zeit war es sehr, sehr kalt."

amnesty international fordert die US-Regierung auf, die Vorwürfe aufzuklären. ai-Generalsekretärin Barbara Lochbihler: "Die US-Regierung muss konkrete Informationen geben, wie alt die Kinder sind, was die Haftgründe sind. Und ob Kinder Folter und Misshandlung ausgesetzt wurden. ... Unabhängige Inspektionen sind nicht erwünscht. Das ist skandalös."

Siehe auch den TV-Bericht von Report Mainz über Kinder in irakischen Gefängnissen: www.swr.de/report

 

Jahresbericht 2004 von amnesty international

Im Mai wurde der neue ai-Jahresbericht 2004 veröffentlicht:

amnesty international hat im Jahr 2003 Menschenrechtsverletzungen in 155 Ländern dokumentiert. In 132 Staaten wurden Menschen von Sicherheitskräften, Polizisten oder anderen Staatsangehörigen gefoltert und misshandelt. In 63 Ländern wurden Menschen zum Tode verurteilt, in 28 Ländern wurden 1.146 Todesurteile ausgeführt. In mindestens 47 Ländern wurden Menschen Opfer staatlicher Morde. In 28 Ländern "verschwanden" Personen. Gewaltlose politische Gefangene gab es in 44 Ländern.

Weitere Informationen findet man/frau unter www.amnesty.de

Für Nachfragen und Interviewwünsche wenden Sie sich bitte an die ai-Pressestelle, Meike Zoega oder Dawid D. Bartelt, Tel. 030 - 420248-306,
E-mail: presse@amnesty.de

jahresbericht
 

Widerstand gegen Angriffe auf Grundwerte leisten!

Regierungen relativieren Völker- und Menschenrechtsstandards / Selbst Folter ist in Rechtsstaaten kein Tabu mehr / Schwerste Menschenrechtsverletzungen durch bewaffnete Gruppen 2003 kaum wahrgenommen / Zivilbevölkerung, insbesondere Frauen sind Hauptleidtragende / Für Deutschland unabhängige Kontrollstelle für Missbrauch von Polizeigewalt gefordert

jahresbericht Berlin, 26. Mai 2004 - "Das Handeln von Regierungen im Namen einer einseitigen Sicherheitsstrategie gerät zunehmend zur Kriegserklärung an menschen- und völkerrechtliche Grundwerte." Dies stellte Barbara Lochbihler, Generalsekretärin der deutschen Sektion von amnesty international (ai), anlässlich der Vorstellung des ai-Jahresberichts 2004 fest. Die Bilder gefolterter Iraker wie die fortgesetzte Behandlung Gefangener in US-Gewahrsam von Afghanistan bis Guantanamo zeigen: Selbst absolute Verbote des Völkerrechts wie das Folterverbot sind in Rechtsstaaten keine Tabus mehr. In Deutschland ist die Debatte um die Zulässigkeit von Folter nicht verstummt. "Es ist an der Zeit, hier klare Grenzen zu ziehen und Widerstand zu leisten", sagte Lochbihler. Für die Foltervorfälle und die Erschießung unbewaffneter Zivilisten im Irak fordert ai eine unabhängige Untersuchungskommission unter ziviler Leitung. Alle Gefangenen müssen umgehend Kontakt zu Anwälten und Familienangehörigen aufnehmen dürfen. Menschenrechtsorganisationen müssen uneingeschränkt und unangemeldet Zugang zu allen Haftanstalten erhalten.

Bewaffnete oppositionelle Gruppen haben 2003 in insgesamt 35 Ländern schwere Menschenrechtsverletzungen wie Tötungen von Zivilisten, Folter, Geiselnahmen und Entführungen begangen. Besonders betroffen davon sind Frauen. Sie werden u. a. Opfer massenhafter Vergewaltigungen. Bei bewaffneten Konflikten wie in der Demokratischen Republik Kongo oder in der sudanesischen Region Darfur werden hunderttausendfach schwerste Menschenrechtsverletzungen begangen, von denen die Weltöffentlichkeit kaum Notiz nimmt. Im Kosovo werden nach Ende des Konflikts Frauen und Mädchen in die Prostitution gezwungen. Die Präsenz internationaler Truppen und Organisationen hat im Kosovo - wie auch in anderen Postkonfliktgebieten - das Blühen der illegalen Sexindustrie begünstigt. "Hier müssen Regierungen endlich wirksam Abhilfe schaffen", sagte Lochbihler.

In Deutschland dringt ai darauf, dass eine unabhängige Beschwerde- und Kontrollstelle für Übergriffe durch Polizisten eingerichtet wird. Ein im Januar 2004 veröffentlichter ai-Bericht hat erneut deutlich gemacht, dass Missbrauch von Polizeigewalt ein Strukturproblem ist, das unabhängiger Kontrolle bedarf. Kürzlich hat das Menschenrechtskomitee der UN Deutschland aufgefordert, eine solche Stelle einzurichten.

Für das Jahr 2003 dokumentiert der neue ai-Jahresbericht Menschenrechtsverletzungen in 155 Ländern (2002: 151). In 132 (106) Staaten wurden Menschen von Sicherheitskräften, Polizisten oder anderen Staatsangehörigen gefoltert und misshandelt. In 63 (61) Ländern wurden Menschen zum Tode verurteilt, in 28 (31) Ländern wurden 1.146 (1.500) Todesurteile ausgeführt. In mindestens 47 (42) Ländern wurden Menschen Opfer staatlicher Morde. In 28 (33) Ländern "verschwanden" Personen. Gewaltlose politische Gefangene gab es in 44 (34) Ländern.

 

100 Schuhe auf dem Odeonsplatz: Aktion von amnesty international gegen Gewalt an Frauen

Samstag, 31. Juli, Odeonsplatz in München, 10.30 bis 14.30 Uhr

Weltweit wird mindestens eine von drei Frauen im Laufe ihres Lebens geschlagen oder sexuell missbraucht. Die Täter werden oft nicht bestraft. Mit einer Aktion vor der Feldherrnhalle macht amnesty international München auf diese erschreckenden Fakten aufmerksam. Hundert Schuhschachteln werden am 31. Juli dort stehen, auf jeder ein Paar Schuhe. Ein großes Transparent verkündet: "Dieser Schuh könnte noch getragen werden, wenn..." Der Text wird auf den einzelnen Schuhschachteln fortgesetzt, mit Fallbeispielen wie den folgenden:

"...wenn eine 32jährige Mutter aus Thüringen nicht von ihrem Ex-Freund erstochen worden wäre. Nachdem sie sich von ihm getrennt hatte, hatte er sie monatelang verfolgt, tätlich angegriffen und mit ihrer Tötung gedroht, wenn sie nicht zu ihm zurückkehre. Die Frau hatte bei der Polizei vergeblich um Hilfe gebeten und acht Strafanzeigen innerhalb von vier Monaten erstattet."

"... wenn eine 18jährige Frau aus der Ukraine nicht für die Prostitution in den Kosovo verkauft worden wäre. Sie wird dort von einem Bordellbesitzer bedroht, misshandelt und zur Prostitution gezwungen. Im Kosovo sind circa 20 Prozent der Freier, die 2002 für 80 Prozent des Umsatzes sorgten, Mitglieder von internationalen Organisationen oder KFOR-Soldaten, auch aus Deutschland."

 

Es bleibt viel zu tun: Frauenrechte in Bangladesh

Sultana Kamal als Gast von amnesty international im Eine-Welt-Haus

Vortrag und Diskussion mit Sultana Kamal
Wann: Donnerstag, 30. September 2004, 19:30 Uhr
Wo: Eine-Welt-Haus, Schwanthalerstr. 80, 80336 München
(U- und S-Bahn Hauptbahnhof)
Eintritt: frei

Sultana Kamal ist eine der bekanntesten Menschenrechtlerinnen in Bangladesh. Als Geschäftsführerin der Menschenrechtsorganisation Ain-o-Shalish-Kendro (ASK) setzt sich die Juristin und Journalistin vor allem für die Rechte von Frauen, Kindern und Minderheiten ein. ASK hat seit 1998 einen konsultativen Status beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen.

In München ist Sultana Kamal am 30. September 2004 im Rahmen eines Abends von amnesty international über die Menschenrechte in Bangladesh zu Gast. Neben Vortrag und Diskussion von und mit Frau Kamal informiert amnesty international mit einem kurzen Videofilm und mit einer Fotoausstellung über die menschenrechtliche Lage in Bangladesh. Untermalt wird der Info-Abend von Musik.

sultana-kamal

 

Ein viertel Jahrhundert für die Menschenrechte

In diesem Jahr feiert die Dachauer Gruppe von amnesty international ihr 25-jähriges Bestehen - ein Anlass, auf eine lange Zeit des engagierten und erfolgreichen Einsatzes für die Menschenrechte zurückzublicken.

Amnesty international setzt sich für Menschen ein, die wegen ihrer politischen oder religiösen Überzeugung, ihrer ethnischen Herkunft, Hautfarbe, Sprache oder ihres Geschlechts verfolgt, verhaftet, gefoltert und getötet werden - weltweit und jeden Tag. Das wirksame Prinzip, das ai dabei anwendet, ist die Schaffung von Öffentlichkeit. Denn nichts scheuen repressive Regierungen so sehr, als dass ihre menschenverachtenden Praktiken der Unterdrückung, der Folter und des staatlichen Mordes ans Licht kommen.

In Dachau fanden sich im März 1979 fünfzehn Mitglieder zur Gründung einer ai-Gruppe zusammen. Der damalige Gruppensprecher Norbert Göttler prägte die Menschenrechtsarbeit der Anfangsjahre entscheidend mit. Die Gruppe, deren Größe bald auf über 20 Mitglieder anwuchs, veranstaltete Podiumsdiskussionen, Benefizkonzerte, Dichterlesungen und Ausstellungen zur Menschenrechts- problematik in 15 Ländern, z.B. Polen, die UdSSR, Uganda, El Salvador, Chile, Pakistan, Türkei u.a.. Ebenso wurde das deutsche Asylrecht kritisch diskutiert. Durch die Übernahme von Adoptionen (intensive, dauerhafte Betreuung einzelner unschuldig Inhaftierter) konnten die Dachauer in mehreren Fällen helfen, eine vorzeitige Haftentlassung zu erreichen.

Heute zählt die Dachauer ai-Gruppe noch sechs aktive Mitglieder, eines von ihnen, Erich Scheckenhofer, ist seit den Anfängen dabei. Im Zentrum der Arbeit steht seit einigen Jahren das Engagement um den entführten und seither verschwundenen Algerier Naceur Bendella, einem unbescholtenen Kaufmann, aber auch Aktionen wie z.B. Ausstellungen zum Thema "Folter an Frauen". Unterstützung erfuhr die ai-Gruppe durch viele langjährige Freunde und Förderer wie z.B. den verstorbenen Pfarrer Heinrich Bauer (Versöhnungskirche) und den ehemaligen Pfarrer der Friedenskirche, Martin Stählin, mit denen verschiedene Veranstaltungen realisiert wurden.

Daneben suchen die Dachauer ai-Mitglieder durch Informationsstände auf dem Wochenmarkt, bei der jährlichen KZ-Gedenkfeier, dem internationalen Stadtfest und dem Weihnachtsmarkt den Kontakt und Austausch mit Dachauer Bürgern. Damit verbunden ist der Wunsch, Verständnis und Unterstützung für ihre Arbeit zu finden und das Bewusstsein der Menschen dafür wachzuhalten, dass die Mehrheit der Menschheit nicht die demokratischen Grundregeln für sich beanspruchen kann, die für uns selbstverständlich sind.

Zur Feier ihres 25-jährigen Bestehens lädt die Dachauer Gruppe von amnesty international Freunde und Interessenten am Sonntag, den 21. November 2004 zu einer Konzertlesung in die Kleinkunstbühne "Leierkasten" (Friedenskirche), Uhdestr. 2 in Dachau ein. Urs Fiechtner, bekannter Schriftsteller aus Ulm, liest Texte des Literatur-Nobelpreisträgers Pablo Neruda, der in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag gehabt hätte. Er wird musikalisch begleitet von Sergio Vesely. Die Abendveranstaltung beginnt um 18.00 Uhr mit der Möglichkeit, sich über die aktuelle Arbeit von ai-Dachau zu informieren und bei einem kleinen Imbiss ins Gespräch zu kommen.

Um 20.00 Uhr beginnt anschließend die Konzertlesung. Karten zu 10 Euro sind im Schallplattencenter am Sparkassenplatz sowie an der Abendkasse erhältlich.

 

25 Jahre ai Dachau

Am Sonntag, den 21. November 2004 feiert die Dachauer Gruppe von amnesty international ihr 25jähriges Bestehen in der Kleinkunstbühne Leierkasten, Dachau, Uhdestr. 2 (Friedenskirche).

Die Abendveranstaltung beginnt um 18.00 Uhr mit allgemeinen Informationen zur Arbeit von amnesty international. Dabei wird die aktuelle Kampagne "Hinsehen und handeln - Gewalt gegen Frauen" vorgestellt.

Ab 19.00 Uhr besteht die Möglichkeit, bei einem kleinen Imbiss ins Gespräch zu kommen.

Um 20.00 Uhr beginnt eine Konzertlesung mit dem Schriftsteller Urs Fiechtner aus Ulm, musikalisch begleitet von Sergio Vesely. Der Eintritt beträgt 10 Euro.

Gelesen werden Texte des Literatur-Nobelpreisträgers Pablo Neruda. Der bedeutendste lateinamerikanische Lyriker des 20. Jahrhunderts wäre dieses Jahr 100 geworden. Er galt als Dichter des Volkes und schrieb sich in die Herzen (nicht nur) der Lateinamerikaner.

 

" S e x   u n d   G e h e i m n i s "
von Paule Constant

Wann: Dienstag 30.11.04
Wo: Theater Heppel & Ettlich
Beginn: 20 Uhr mit anschließendem Publikumsgespräch

Heppel & Ettlich
Kaiserstrasse 67
80801 München
U-2 Hohenzollernplatz
Tram 27, Bus 33 Kurfürstenplatz
Reservierung unter Tel. 089/ 349 359

In Kooperation mit der Petra-Kelly-Stiftung, bayerisches Bildungswerk für Ökologie und Demokratie in der Heinrich-Böll-Stiftung e.V. Mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Verlagsanstalt Frankfurt/Main 2003 ©

textandjazz-danielle-gaubatz

Anlässlich des 3. Welttages gegen die Todesstrafe liest Danielle Gaubatz aus dem Roman "Sex und Geheimnis" im Theater Heppel & Ettlich um 20 Uhr, begleitet von den Jazzmusikern Rafael Alcántara (as, ss) und Georg Ruile (piano).

Auf spannende Weise rollt der Text einen Fall auf und zeigt, wie ein Student aus der unteren Schicht den Machtspielen einer Elite zum Opfer fällt. In Virginia wird die siebzehnjährige Candice vergewaltigt und auf grausame Weise ermordet. Die Tat wird ihrem letzten Liebhaber zugeschrieben, David Dennis. Neun Jahre schon sitzt er im Todestrakt, als die Schriftstellerin Aurore Amer ihn dort zunächst nur zu Recherchezwecken für ihr nächstes Buch besucht. Durch die Begegnung mit ihm und in deren Folge mit seiner Mutter und ihrer Mitstreiterin Rosario wird sie unweigerlich hineingezogen in den Kampf um sein Überleben. Sie beginnt zu recherchieren, stößt auf Widersprüche und unterlassene Gutachten. Es ist an ihr, zu entscheiden, wem sie mehr Glauben schenkt, dem Urteil des Gerichtes oder ihrer eigenen Wahrnehmung. Gemeinsam mit den beiden Frauen wird sie alles tun, um ihn zu retten.

Ein starkes Plädoyer gegen die Todesstrafe.

Das Trio text and jazz bietet ein ungewöhnliches Hörereignis, bei dem Sprache und Musik ineinander greifen. Danielle Gaubatz präsentiert Texte verschiedener Autoren zu Kompositionen des Saxophonisten Rafael Alcántara.

Das kann man sich so vorstellen, dass die Musik die Lesung begleitet, sie unterstützt und manchmal auch unterbricht, um den Gedanken der Zuhörenden Raum und Zeit zu geben. Dazu gibt es noch reine Instrumentalstücke, bei denen auch mal die Sprecherin verschnaufen kann, denn der Abend dauert an die 110 Min. mit Pause.

Unsere Idee: Diese Zusammenarbeit hat sich aus der Idee heraus entwickelt, eine Lesung mit Musik zu ergänzen, so daß beides dazu gewinnt, die Erzählung lebendiger wird, verstärkt in den Stimmungen, und die Musik durch die Worte an Bildern gewinnt, die eigene Phantasie mit nimmt. Jazz mit seiner Spontaneität und Dialog bietet sich für ein literarisch-musikalisches Projekt dieser art an. Einerseits werden Improvisationen eingeflochten, andererseits sind bestimmte Passagen festgelegt, so bleibt der Erzählfluß erhalten. Die Jazzkompositionen Rafael Alcántaras sind von Latin-, Funk- und Worldmusic beeinflusst und stehen im Wechselspiel mit der Interpretation der Texte.

Das Trio text and jazz ist seit bald zwei Jahren im Theater Heppel & Ettlich und über München hinaus mit unterschiedlichen Programmen zu hören.

 

Lichter für Leben

Aktion von amnesty international am Tag der Menschenrechte, 10.12.

Weltweit sterben jedes Jahr eine halbe Million Menschen durch Waffen - ein Mensch pro Minute. Unter dem Motto "Waffen unter Kontrolle" setzt sich amnesty international (ai) für die Reglementierung und Begrenzung von Rüstungsexporten ein. Im Rahmen der internationalen Kampagne fordert ai:

  • Die Transparenz aller Rüstungstransfers durch eine völkerrechtlich verbindliche Konvention, spätestens zur kommenden UN-Kleinwaffenkonferenz 2006.
  • Sicherheit und Schutz der Menschen vor Waffengewalt im Alltag - durch Maßnahmen gegen Nachfrage, Verfügbarkeit und Missbrauch von Waffen.

Der Bezirk München und Oberbayern unterstützt diese Kampagne am Tag der Menschenrechte, dem 10. Dezember, durch eine Aktion auf dem Münchner Odeonsplatz. Mit Beginn der Dämmerung um 17 Uhr verwandeln die Münchner ai-Gruppen den Platz in ein Lichtermeer. Jeder Mitstreiter hält eine Kerze in den Händen. Begleitet von einem Paukenschlag tritt jede Minute eine Person vor und bläst ihre Kerze aus. Die Aktion dauert eine Stunde lang - bis alle Kerzen erloschen sind. Im Hintergrund tickt eine Uhr. Sie verdeutlicht: Nur 60 Sekunden trennen Leben und Tod.

Rund 600 Millionen Schusswaffen sind weltweit im Umlauf. Immer wieder werden mit Waffen aus deutscher Produktion schwere Menschenrechtsverletzungen begangen. So ermordeten in Brasilien im Oktober 1992 Angehörige der Militärpolizei in São Paulo 111 Gefangene bei der Niederschlagung einer Häftlingsrevolte. Die Militärpolizisten verwendeten dabei unter anderem MP5-Maschinenpistolen der deutschen Waffenschmiede Heckler & Koch. amnesty international untersuchte den Vorfall und konnte anhand der Seriennummern auf den Gewehren nachweisen, dass diese Maschinenpistolen aus Deutschland nach Brasilien geliefert worden waren.

 

Infoabend zum Thema Erbschaft

Vermächtnis für die Menschenrechte - MdL Peter Gantzer und amnesty international informieren am 2. Dezember in Ottobrunn

"Testament und Erbrecht - die neue Erbschaftssteuer" - unter diesem Titel steht ein Vortrag des Münchner Notars Prof. Peter Gantzer, zu dem die Menschenrechtsorganisation amnesty international am 2. Dezember in das Wolf-Ferrari-Haus in Ottobrunn einlädt.

Erben ist eigentlich ein Thema über das zu Lebzeiten keiner gerne spricht. Kaum verwunderlich scheint es daher, dass 82% aller Bundesbürger ohne Testament versterben. Und das, obwohl jeder weiß, dass vor allem ungeregelte Erbschaftsverhältnisse häufig zu Streitigkeiten führen. Hinzu kommt, dass die gesetzlichen Regelungen des Erbfalls und die steuerlichen Belastungen häufig nicht bekannt sind.

Damit es im Ernstfall nicht zu unliebsamen Überraschungen in der Vermögensnachfolge, zu Auseinandersetzungen in der Familie oder zu unnötigen steuerlichen Belastungen kommt, müssen vorher klare Regelungen getroffen und die rechtlichen und steuerlichen Anforderungen beachtet werden. Prof. Peter Gantzer wird an diesem Abend Einblick in die Erbregelungen geben und Möglichkeiten des neuen Erbschaftsrechts, wie das Vermächtnis sinnvoll eingesetzt werden kann, nennen.

Im Anschluss an den Vortrag besteht bei einem Umtrunk die Möglichkeit, sich über die Ziele und die Arbeit von amnesty international zu informieren.

Beginn der Veranstaltung ist um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

vermaechtnis

 

Taschenkalender 2005

  kalender
Format 14,6 x 9,4 cm (DIN A6 schmal, wie im letzten Jahr)
Umfang 192 Seiten
Kalendarium 2 Seiten pro Woche mit zeitgeschichtlichen Daten,
sowie Monatsplaner von Januar 2005 bis Dezember 2006
Serviceteil Postgebühren Deutschlands, Österreichs und der Schweiz
internationale Vorwahlnummern
Adressen der ai-Bezirksbüros
Adressen von Friedens- und Menschenrechtsgruppen
Schulferien und Stundenpläne
ai-Beiträge Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
Informationen über die Arbeit von ai
Ausstattung Umschlag: vierfarbig mit umweltfreundlicher Schutzfolie
Innen hochwertiges weißes Schreibpapier aus Altpapier
Lesezeichen
Fadenheftung
Verkaufspreis 5 Euro Ladenpreis für Nicht-Mitglieder
9,80 Schweizer Franken (für Mitglieder auf Anfrage)
Bestelladresse amnesty international
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80634 München
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Auslieferung ab Oktober 2004
 
 
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Letzte inhaltliche Änderung: 31.12.2004
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