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Vortragsabend Russland - Aktuelle Situation der Menschenrechte
amnesty international startet eine weltweite Kampagne gegen
Menschenrechtsverletzung in der Russischen Föderation - gegen Folterungen
und Misshandlungen, unwürdige Haftbedingungen in den
Untersuchungsgefängnissen des Landes und gegen die Missachtung grundlegender
Rechte der Bevölkerung im Tschetschenienkonflikt. Im Rahmen dieser Kampagne
veranstaltet amnesty international am Freitag, den 30. Mai, einen Vortragsabend zur
aktuellen Situation der Menschenrechte in Russland mit Russland-Expertin
Monika Gonser. Beginn ist um 19.30 Uhr im Eine-Welt-Haus, Schwanthalerstraße
80. Der Eintritt ist frei.

5. Mai 2003, 16:00 bis 20:00 Uhr, Rotkreuzplatz
1000 Ansichtskarten für die Freilassung eines tibetischen Mönchs
Eine Wäscheleine voller München-Ansichtskarten wird am 5. Mai 2003 den
Rotkreuzplatz schmücken. Mit dieser Aktion will ai München für die
Freilassung des tibetischen Mönches Ngawang Oeser demonstrieren. Passanten
werden aufgefordert, die Ansichtskarten mit einem kurzen Text zu versehen
und an Ngawang Oeser im Gefängnis zu schicken. 1000 Ansichtskarten,
gespendet von einem Verlag, sollen verschickt werden. Zusätzlich werden zwei
weitere Wäscheleinen über den Rotkreuzplatz gespannt: Eine mit tibetischen
Gebetsfahnen, eine weitere mit 15 riesigen Fotos von Ngawang Oeser, je ein
Foto für jedes Jahr seiner Haft.
Ngawang Oeser ist bereits seit 1989 inhaftiert. Er gehört zu einer Gruppe
von Mönchen, die für die Unabhängigkeit Tibets von China eingetreten sind.
Die Gruppe wurde angeklagt, "konterrevolutionäre Agitation und Propaganda"
betrieben zu haben. Ngawang Oeser wurde als einer der Hauptschuldigen
betrachtet und zu 17 Jahren Gefängnis verurteilt. Amnesty international
betrachtet ihn als einen gewaltlosen politischen Gefangenen. Das heißt: Er
ist nur deswegen in Haft, weil er seine Meinung geäußert hat. Er hat nie
Gewalt angewandt oder auch nur befürwortet. Verurteilt wurden die Mönche
unter anderem deshalb, weil sie folgende Dokumente gedruckt haben: Eine
tibetische Fassung der UN-Menschenrechtserklärung, Berichte über
oppositionelle Tätigkeiten in Tibet, und die Zusammenfassung einer
Stellungnahme des US-Repräsentantenhauses über die
Menschenrechtsverletzungen vom April 1989 in der Volksrepublik China.
Durch Informationen eines ehemaligen Mitgefangenen weiß ai, dass Ngawang
Oeser noch lebt. Doch in der Haft werden er und die anderen Mönche immer
wieder misshandelt: Sie werden zeitweilig mit Handschellen gefesselt und
Dunkelhaft unterzogen. Sie werden in Isolationszellen festgehalten, gerade
groß genug, um sich darin hinzulegen. Sie haben keine Möglichkeit, mit der
Außenwelt in Kontakt zu treten oder Besuche zu empfangen. Einer der Mönche
ist 1996 in Haft verstorben.
Wenn Sie Nachfragen oder Interviewwünsche haben, wenden Sie sich bitte an:
presse@amnesty-muenchen.de
amnesty international installiert Faxgerät auf dem Stachus
Aktion gegen Leid der Zivilisten im Irak-Krieg
München, 2. April 2003 - Mit Protestfaxen können Münchner am kommenden
Samstag aktiv werden für die Zivilbevölkerung im Irak. Direkt vom Stachus
aus können sie ihren Protest in die USA, nach Großbritannien und an die
irakische Botschaft schicken. ai stellt dazu auf dem Stachus ein Faxgerät
auf am
Samstag, den 5. April 2003, 11 bis 14:30 Uhr, Karlsplatz (Stachus)
Die Aktion ist Teil eines bundesweiten Aufrufs von ai. In verschiedenen
Städten und über das Internet (www.amnesty.de) können Bürger ihren Protest
an die Kriegsparteien schicken.
amnesty international ist äußerst besorgt über die Bedrohung der
Zivilbevölkerung im Irak-Krieg. Die Kriegsparteien versichern, sie wollten
die Zahl der zivilen Opfer so gering wie möglich halten. Doch ai befürchtet,
dass sie Waffen einsetzen, die eine Unterscheidung zwischen militärischen
und zivilen Zielen extrem schwierig machen.
ai ruft alle Parteien im Irakkrieg auf, sich an das Völkerrecht zu halten
und zivile Opfer zu vermeiden. ai fordert insbesondere:
-
keine direkten Angriffe auf Zivilisten oder zivile Objekte
-
keine Angriffe, die nicht zwischen zivilen und militärischen
Zielen und Objekten unterscheiden können
-
keine Angriffe, die zwar einem militärischen Ziel gelten,
dabei aber eine unverhältnismäßige Auswirkung auf Zivilisten / zivile Objekte haben
ai, wwf, attac, greenpeace & co
...bringt engagement was?
Einladung zur Diskussion
München, 3. April 2003 - Millionen demonstrieren gegen Krieg mit
Straßentheater für Tierschutz, Mailaktionen gegen
Menschenrechtsverletzungen. Bewegungen wie ai, attac oder Greenpeace boomen.
Menschen fühlen sich wieder verantwortlich - aber kann durch diese
Aktivitäten wirklich etwas verändert werden?
Diskussion mit:
- Ingrid Bausch-Gall (ai)
- Bernd Watzlawek (WWF)
- Christine Trompka (Greenpeace)
- ... (Attac)
Montag, 7. April 2003 um 20 Uhr
in der Evangelischen Stadtakademie, Herzog-Wilhelm-Str. 24
Eintritt frei
Veranstalterin:
evangelische STADT-AKADEMIE münchen, http://www.evstadtakademie.de/
in zusammenarbeit mit der petra-kelly-stiftung
ein angebot in jetzt_zeit: der jungen akademie - besonders empfohlen für
Menschen bis 35.
Menschenrechte und der Krieg -
amnesty international zur aktuellen Krise
In der Debatte um die Irak-Krise geht es seit Wochen nur noch um das Wann und Wie eines Krieges. Klar ist: Wenn es zum Krieg kommt, dann haben die politischen Akteure versagt. Nur wenn Staaten ihre Beziehungen auf die Grundlage des Völkerrechts stellen, besteht die Hoffnung, dass sich in der internationalen Politik die Stärke des Rechts und nicht das Recht des Stärkeren durchsetzt. amnesty international fordert tagtäglich die Einhaltung der Menschenrechte, denn Vorbeugung ist der wirksamste Schutz der Menschenrechte.
amnesty international nimmt grundsätzlich nicht Stellung zu der Frage, ob militärische Einsätze berechtigt sind oder nicht. Diese Neutralität ist unabdingbar, um die Unabhängigkeit der Arbeit von amnesty international zu garantieren. Militäreinsätze bergen aber immer die Gefahr von neuen Menschenrechtsverletzungen.
Die extrem schlechte Menschenrechtslage im Irak wird seit langem von amnesty international angeprangert. Die Anwendung der Todesstrafe, extralegale Hinrichtungen, "Verschwindenlassen", Folterungen und Misshandlungen sind an der Tagesordnung. Auch ganze Bevölkerungsgruppen werden Opfer massiver Verfolgungen, insbesondere Kurden und Schiiten.
amnesty international fordert deshalb, dass mit politischen Mitteln Druck ausgeübt wird auf die irakische Regierung. Wir verwehren uns dagegen, dass Regierungen - wie unlängst die der USA und Großbritanniens - die Berichte von amnesty international selektiv missbrauchen, um ein militärisches Eingreifen zu rechtfertigen. Dieser Verweis auf die Menschenrechte ist kühl kalkuliert, um eine Zustimmung zu einem Militärangriff zu erreichen.
amnesty international fordert die Einhaltung von Menschenrechtsstandards unter allen Bedingungen, auch in bewaffneten Konflikten.
amnesty international warnt eindringlich vor den verheerenden menschenrechtlichen und humanitären Folgen im Falle eines bewaffneten Konflikts.
amnesty international ruft die Parteien eines möglichen Krieges auf, unter allen Umständen dem Schutz der irakischen Zivilbevölkerung oberste Priorität einzuräumen. Es müssen Vorsorgemaßnahmen für die nötige humanitäre Versorgung der Menschen im Irak getroffen werden.
amnesty international appelliert dringend an die Nachbarstaaten sowie an die internationale Gemeinschaft, irakische Flüchtlinge zu schützen, die spätestens im Kriegsfall in hoher Zahl zu erwarten sind.
Gründe genug, dass die Verantwortlichen sich fragen lassen sollten, ob ein militärisches Vorgehen dem Schutz der Menschenrechte und der menschlichen Sicherheit dient.
Quellen und Homepages von amnesty international:
amnesty international Jahresbericht 2002
www.amnesty.org
www.amnesty.de
V.i.S.d.P.: Barbara Lochbihler, amnesty international, 53108 Bonn
(06.02.2003)
Russische Gefängnisbetten auf dem Odeonsplatz
Aktion von amnesty international zum Weltfrauentag (8. März)
Vier Betten mit Stahlrohrgestellen, von denen der weiße Lack abblättert. In jedem diesen Betten liegen drei Frauen in zerlumpten Gefängnisuniformen. Mit dieser Aktion macht amnesty international am Weltfrauentag auf die grausamen Haftbe-dingungen in Rußland aufmerksam (Samstag, 8. März 2003, Weltfrauentag, 11:00 Uhr bis 14:00 Uhr, Odeonsplatz).
Ein UNO-Sonderberichterstatter kam Mitte der 90er Jahre zu der Schlußfolgerung, daß die Haftbedingungen in Rußland mit Folter vergleichbar sind. Ein neuer Bericht von am-nesty international belegt: Daran hat sich bis heute nichts geändert. Oft müssen sich mehrere Häftlinge ein Bett teilen. Krankheiten wie Tuberkulose, AIDS und Syphilis grassieren. Besonders Frauen leiden unter den unmenschlichen Haftbedingungen. Sie erhalten während ihrer Menstruation keine Hygieneartikel und müssen sich mit Lumpen und den Füllungen ihrer Matratzen behelfen.
Frauen droht in der Haft auch Folter und Vergewaltigung. Angehörige der Sicherheits-kräfte, die Frauen mißhandeln, werden in vielen Fällen nicht für ihre Taten bestraft. Jüngstes Beispiel ist der Freispruch des russischen Obersten Jurij Budanow. Budanow hatte zugegeben, die 18-jährige Tschetschenin Cheda Kungajewa verschleppt und er-mordet zu haben. Der Offizier hat die Tat gestanden, leugnet jedoch, das Mädchen vor-her vergewaltigt zu haben, obwohl eine Autopsie das ergeben hatte. Ein russisches Militärgericht erklärte Budanow vor kurzem für zeitweilig schuldunfähig und wies ihn für zwei Jahre in eine psychiatrische Anstalt ein. ai fordet, dass die Staatsanwaltschaft im jetzt anhängigen Berufungsverfahren auch dem Verdacht der Vergewaltigung nachgeht.

Kalina Krassnaja
Im Rahmen der Russland-Kampagne zeigt die Gruppe 1054 den Film "Kalina
Krassnaja" als Kino-Matinee am Sonntag, 23.März um 11.30 Uhr im amazeum
(ehemaliges Forum der Technik) am Deutschen Museum
Regie: Vasilij Schukschin
Darsteller: Vasilij Schukschin, Lidija Fedoseeva, Marija Skvorcova
Sowjetunion, 1974, 105 Minuten

Alle im Dorf haben sie gewarnt. "Schlepp uns keinen Häftling an", zetert die
Familie. Aber Ljuba kennt seine Briefe. Wunderschöne, die sie wieder und
wieder gelesen hat, als der Dieb Jegor Prokudin im Gefängnis saß. Nun steht
er leibhaftig vor ihr...
Eine der schönsten Liebesgeschichten des russischen Kinos, inszeniert von
Wassili Schukschin, dem Dichter, Schauspieler und Regisseur. Ein ruheloser,
rastloser Poet, der sein Talent bis zur Neige ausschöpfte. "Kalina
Krassnaja" blieb seine letzte Arbeit. Millionen Zuschauer begeisterten sich
für den Film, der auch international für Aufsehen sorgte. Schukschins
Meisterwerk - Fassbinders Lieblingsfilm - jetzt wieder im Kino.
"Geschundene Körper - zerrissene Seelen"
Folter an Frauen - eine Ausstellung
Datum: 16.02. - 16.03. 2003
Ort: U-Bahnhof Universität, Zwischengeschoß, Ausgang Nord.
Eröffnungsveranstaltung am 20.02.2003 um 19:00 Uhr.
Folter und Mißhandlung an Frauen haben ihre Wurzeln in einer weltweiten Tradition, die Frauen nicht die gleichen Rechte zugesteht wie Männern. Fotos und Texte dokumentieren das Leid vieler Frauen, denen staatliche oder häusliche Gewalt angetan wurde. Die Ausstellung zeigt aber auch, daß viele Frauen sich nicht einschüchtern lassen und für ihre Rechte aktiv werden.
Mißhandlungen von Frauen in unterschiedlichsten Lebenssituationen und Kulturen werden uns vor Augen geführt. Folter an Frauen geschieht in Gefängnissen, im Polizeigewahrsam, durch bewaffnete oppositionelle Gruppen. All dies wird auch durch das Phänomen "Wegschauen" ermöglicht, das ebenfalls in der Ausstellung zur Sprache kommt.
Die Bilder von Frauen, die für ihre Rechte demonstrieren, machen Mut. Oftmals haben diese Frauen selber Mißhandlungen erfahren. So die 17jährige Bena Akhter aus Bangla-desch. Sie hat ein Säureattentat überlebt. Inzwischen arbeitet sie für eine Organisation, die den Opfern solcher Anschläge hilft. Die ärzte in Bangladesh gehen von mindestens 200 Säureanschlägen auf Frauen im Jahr aus. Die Täter sind oft abgewiesene Verehrer oder Ehemänner. Die meisten Opfer erblinden und sind lebenslang entstellt. Die Regierung in Dhaka billigt die Anschläge zwar nicht, tut aber wenig, um den Frauen zu helfen und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.
Informationsabende von amnesty international
Einmal im Monat veranstaltet amnesty international in München Informationsabende für alle, die mehr über die ai-Arbeit erfahren oder bei ai mitarbeiten möchten. Die Termine:
- Mittwoch, 15.01.2003
- Mittwoch, 12.02.2003
- Mittwoch, 12.03.2003
- Mittwoch, 09.04.2003
- Mittwoch, 14.05.2003
- Mittwoch, 11.06.2003
Jeweils um 19:30 Uhr, in der Evangelischen Studentengemeinde (ESG), Friedrichstraße 25, München-Schwabing (U-Bahn Giselastraße).
Weitere Veranstaltungen von ai München finden Sie unter www.amnesty-muenchen.de.
Hintergrundinformation zu amnesty international: ai setzt sich seit über 40 Jahren weltweit für Menschen ein, deren Rechte verletzt werden. Grundlage der ai-Arbeit ist die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die 1948 von den Vereinten Nationen verabschiedet wurde. Insbesondere möchte ai erreichen, daß gewaltlose politische Gefangene freigelassen werden, das sind Gefangene, die nur aus politischen Gründen in Haft sind und die Gewalt weder angewendet noch befürwortet haben. ai kämpft gegen Folter, Todesstrafe und "Verschwindenlassen". ai möchte zudem erreichen, daß alle politischen Gefangenen ein faires Gerichtsverfahren erhalten.
In mehr als 150 Staaten hat ai Mitglieder und Unterstützer, insgesamt sind es über eine Millionen. Rund 40 Gruppen gibt es im ai-Bezirk München. Unter diesen Gruppen sind auch einige mit speziellen Aufgaben, beispielsweise der Arbeitskreis Kirchen, der urgent-action-Arbeitskreis, der Asyl-Arbeitkreis und verschiedene Koordinationsgruppen, die auf bestimmte Länder spezialisiert sind. Sämtliche Arbeit bei ai München wird ehrenamtlich geleistet, so auch der Bürodienst oder die Lobbyarbeit.
Menschen, Städte und Natur
Radeln, Schwimmen, Musizieren
Lachen, Streiten, Diskutieren
auf der
7. Internationale Radtour für die Menschenrechte
Vom Freitag, den 25.07. bis Samstag, den 02.08.2003
führt die Route der "7. Internationalen Radtour für die Menschenrechte"
von Pilsen über Amberg nach Nürnberg. Zusammen mit amnesty international Tschechien
wollen wir auf unseren Etappen über amnesty international im Allgemeinen
und die Russlandkampagne im Besonderen informieren.
Jede/r ist willkommen auch nur einige Tage oder einzelne Etappen mitzuradeln.
Wir fahren täglich ca. 40 km. In den letzten Jahren waren alle Alters- und Fitnessstufen dabei.
Also habt keine Scheu, wenn ihr gerne Fahrrad fahrt!

Übernachtet wird in Turnhallen oder Gemeindehäusern, gekocht wird selbst. Die gesamte Tour steht ein Begleitfahrzeug zur Verfügung, mit dem Infomaterial und Verpflegung transportiert werden.
Die Unkosten betragen 15 Euro pro Tag und Person für Unterkunft, Verpflegung und Benzinkosten.
Information und Anmeldung
per Post: Sina Muster, Alt Nowawes 58, 14482 Potsdam
per e-mail: sina.muster@web.de
Farbenfroh gegen Folter: Münchner Künstlerin malt live
München, 17. Juli 2003 - Die Münchner Künstlerin Naomi Lawrence bemalt live
eine riesige Plakatwand in der U-Bahn. Damit unterstützt sie die ai-Kampagne
gegen Folter.
Wann: Sonntag, 27. Juli 2003 von 9 Uhr (erster Pinselstrich) bis 18 Uhr (Plakat vollendet).
Wo: U-Bahn-Untergeschoss Marienplatz in München, am Übergang zwischen S- und U-Bahn
Warum: Internationaler Tag des Folteropfers am 26. Juni.
Naomi Lawrence wurde am 6.10.1966 in München geboren. Seit 1997 arbeitet sie
als freischaffende Künstlerin. Die Süddeutsche Zeitung kommentiert am
17.3.99 ihre Bilder: "Expressiv, humorig und knallbunt schildert sie im
klassischen Medium Malerei verschiedene Situationen gesellschaftlichen
Schweigens." Weitere Informationen über Naomi Lawrence, sowie einige ihrer
Bilder (auch das Anti-Folter-Plakat in Farbe) unter
www.naomi-lawrence.com.
Ihre Bilder sind bis 31. Juli 2003 in der Galerie Janik, Gerhardstr. 6 in
München zu sehen.
Samstag, 27. September, 11-15 Uhr, Karlsplatz
Jugendgruppen von amnesty international demonstrieren für politische
Flüchtlinge
München - Mit einer Kundgebung am Karlsplatz
demonstrieren die Jugendgruppen von amnesty international
am Samstag, 27. September 2003 von 11-15 Uhr
gegen die Abschiebung von Asylbewerbern, denen in ihrer Heimat politische
Verfolgung droht. Die Jugendlichen tragen T-Shirts mit dem Stempel
"abgeschoben" und lebensgroße Schattenrisse von menschlichen Körpern - jeder
steht für einen von Abschiebung bedrohten Flüchtling.
Britta Weber (22) von der ai-Jugendgruppe Ulm Ingolstadt: "ai setzt sich für
Menschen ein, denen Folter oder Verfolgung droht. Wenn diese Menschen nach
Deutschland fliehen, die zum Beispiel wegen ihrer Rasse oder Religion
verfolgt werden, brauchen sie unseren Schutz." In manchen Fällen werden
jedoch Menschen, für die sich ai einsetzt, in Deutschland nicht als
Asylberechtigte anerkannt. Die Gerichte stellen fest, dass ihnen in ihrer
Heimat Gefahren drohen. Dennoch erhalten sie oft nur eine befristete
Duldung. Der Grund: Das Flüchtlingsrecht wird bei uns sehr restriktiv
ausgelegt. ai fürchtet, dass Menschen abgeschoben werden könnten, denen in
ihrer Heimat Gefahr droht, beispielsweise durch Folter.
Ein Beispiel waren manche Iraker, die unter dem Saddam-Hussein-Regime
verfolgt wurden. Werner Steinmetz vom ai-Arbeitskreis Asyl: "Wir kennen
mehrere Fälle, in denen solche Menschen nicht als Asylberechtigte anerkannt
wurden. Die Gerichte und Behörden haben argumentiert, dass diese Verfolgten
in den Norden des Irak flüchten könnten. In vielen anderen europäischen
Ländern wären sie als Flüchtlinge anerkannt worden." Ein anderes Beispiel:
Viele Verfolgte aus Afghanistan sind zu der Zeit, als die Taliban noch große
Teile des Landes beherrschten, nicht als Flüchtlinge anerkannt worden. Die
Begründung: Das Land befinde sich im Bürgerkrieg - daher gebe es keinen
einheitlichen Staat, von dem eine Verfolgung ausgehen könne.
Die Aktion wird in Zusammenarbeit mit der Organisation Pro Asyl
durchgeführt, die weitergehende Forderungen hat: Pro Asyl möchte auch ein
Bleiberecht für Asylbewerber, die seit vielen Jahren in Deutschland leben.
Viele von ihnen sind, so Pro Asyl, in Deutschland sozial integriert.
amnesty international, Bezirk München / Oberbayern, Presse-AK,
Leonrodstr. 19, 80634 München,
presse@amnesty-muenchen.de, www.amnesty-muenchen.de
Russland literarisch entdecken
12. Oktober 2003, 11 Uhr
Lesung mit Andrej Kurkow
"Pinguine frieren nicht"
ANDREJ KURKOW ist einer der bekanntesten russischstämmigen Autoren.
Und einer der witzigsten. Seine Bücher handeln von den Absurditäten des postsowjetischen Alltags,
so auch sein neuer Roman, der just im September erschienen ist: Auf der Polarstation in der Antarktis,
wohin Viktor vor der Mafia geflüchtet war, hält er es nicht lange aus.
Das Vermächtnis eines sterbenden Bankiers,
der ebenfalls ins ewige Eis geflohen war, und nicht zuletzt der Gedanke an den Pinguin Mischa
(für alle Fans eine Wiederbegegnung mit dem Protagonisten aus "Picknick auf dem Eis"),
dem Viktor noch etwas schuldig ist, lassen ihm keine Ruhe. Er fliegt zurück nach Moskau.
In der Klinik, in der Mischa seinerzeit operiert wurde, weiß man nur,
dass der Pinguin von ein paar Männern in schwarzen Anzügen abgeholt wurde...
Der Autor: Andrej Kurkow wurde am 23. April 1961 in St. Petersburg (Leningrad) geboren,
lebt aber seit seiner Kindheit in Kiew. Er studierte Sprachen
(neben Englisch und Japanisch spricht er noch 9 weitere Sprachen)
und arbeitete kurz als Herausgeber einer Ingenieurszeitschrift.
Es folgte der Militärdienst, den er als Gefängniswärter ableistete.
Danach lernte er die Arbeit eines Kameramannes und begann, Drehbücher zu schreiben.
Seit 1996 lebt er als Schriftsteller und freier Mitarbeiter bei Radio und Fernsehen in Kiew und London.
Nach seinen Drehbüchern wurden zahlreiche Filme gedreht;
neben vielen Erzählungen hat er in Kiew bisher vier Kinderbücher und weitere Romane veröffentlicht.
Stadtbücherei Traunstein
Ludwigstr. 11 b, 83278 Traunstein
Eintritt: 7.- (erm. 5.-) Euro
Eine Veranstaltung der Traunsteiner ai-Gruppe u.a.
"Im Süden nichts Neues? - Menschenrechte zwischen Anspruch und Wirklichkeit
amnesty international und FIAN stellen sich vor
Wann: Dienstag, 18. November, 19 Uhr 30
Wo: LMU Historicum, Amalienstr. 52, Raum A201, München

"Im Angesicht Sibiriens" - Benefizabend für ai
Ein musikalisch-literarisches Potpourri mit Michaela May, Axel Hacke, Edgar Selge und Jan Koester.
Begrüßung: Oberbürgermeister Christian Ude.
Einleitung: Wolfgang Bader (Goethe-Institut).
Wann: Freitag, 17. Oktober, 20 Uhr
Wo: Carl-Orff-Saal im Gasteig, München
Eintritt: Karten zu 10 und 12 Euro.
Ermäßigt: 6 Euro.
Sämtliche Einnahmen zugunsten von ai.
Michaela May, Axel Hacke, Edgar Selge und Jan Koester nehmen das Publikum mit
auf eine literarisch-musikalische Reise durch Russland.
Texte russischer Autoren und Gefangener zeigen die Normalität der Anormalität im russischen Leben.
Die literarischen Texte künden vom Mut der Autoren im Angesicht Sibiriens:
Obwohl Verbannung, Zwangsarbeit und Gefängnis drohten,
haben Autoren wie Dostojewski immer wieder ihre Kritik an Gesellschaft und Politik in Worte gefaßt.

Für amnesty international stehen auf der Bühne:
Michaela May ("Polizeiruf 110", "Kir Royal", "Monaco Franze"),
Axel Hacke (SZ-Magazin, "Der Kleine König Dezember", "Das Beste aus meinem Leben"),
Edgar Selge ("Das Experiment", "Polizeiruf 110", "Drei Chinesen mit dem Kontrabass"),
Jan Koester (Hörbuchverleger),
Oberbürgermeister Christian Ude,
Wolfgang Bader (Goethe-Institut).
Die Texte werden untermalt von Volksmusik aus Russland.
Kunstauktion zugunsten von amnesty international
München, 25. November 2003 - Der Maler und Bildhauer Albert Fischer aus
Reichertshofen hat einen Teil seines Lebenswerks an amnesty international
gespendet. Studenten der Munich Business School werden 93 seiner Bilder und
7 seiner Stahlskulpturen in Starnberg versteigern. Der Erlös fließt in die
weltweite Menschenrechtsarbeit von amnesty international.
Wann:
7. Dezember 2003. 15 -19 Uhr Ausstellung und Verkauf (73 Bilder und 7
Stahlskulpturen). Ab 17 Uhr Versteigerung (20 ausgewählte Bilder).
Wo:
Schloßberghalle, Vogelanger 2, 82319 Starnberg (300 m Fußweg von S6-Starnberg)
Weitere Infos (und Fotos der Werke von Albert Fischer):
www.aiaf-ausstellung.de
Kalender 2004
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| Format |
14,6 x 9,4 cm (DIN A6 schmal, wie im letzten Jahr) |
| Umfang |
192 Seiten |
| Kalendarium |
2 Seiten pro Woche mit zeitgeschichtlichen Daten,
sowie Monatsplaner von Januar 2004 bis Dezember 2005
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| Serviceteil |
Postgebühren
internationale Vorwahlnummern
Adressen der ai-Bezirksbüros
Adressen von Friedens- und Menschenrechtsgruppen
Schulferien
Stundenpläne
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| ai-Beiträge |
Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
Informationen über die Arbeit von ai
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| Ausstattung |
Umschlag: vierfarbig mit umweltfreundlicher Schutzfolie
Innenteil: hochwertiges weißes Schreibpapier aus 100% Altpapier
Lesezeichen
Fadenheftung
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| Emfohlener Verkaufspreis |
5 Euro Ladenpreis für Nicht-Mitglieder
(für Mitglieder auf Anfrage)
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| Bestelladresse |
amnesty international
Kalenderversand
Leonrodstr. 19
80634 München
(bitte Verrechnungsscheck beilegen!)
oder den guten Buchhandel
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