|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Volksrepublik China - rekordverdächtig bei MenschenrechtsverletzungenAm 13. Juli entscheidet das IOC, ob Olympia 2008 in Peking stattfindet. Münchner Mitglieder von amnesty international (ai) fordern mit über 1000 Unterschriften die chinesische Regierung auf, nicht mehr gegen Menschenrechte zu verstoßen und gewaltlose politische Gefangene wie den tibetischen Mönch Ngawang Oeser freizulassen. "Die Veranstaltungen der Olympiade stehen unter dem Motto Friede und Menschenwürde. In China muss ai dagegen immer wieder schwerste Einschränkungen der Freiheitsrechte feststellen. Dies muss sich dringend ändern", fordert Dr. Fritz Thurner, Mitglied der amnesty-Gruppe 1321, einer von über 20 in München. Dissidenten, Gewerkschafter, Christen, Moslems und Anhänger von Falun Gong sowie Uighuren werden verfolgt, gefoltert, eingesperrt oder in Straflager geschickt. Ähnlich verfährt Pekings Regierung mit Tibetern. Einen traurigen Rekord stellt China bei der Todesstrafe auf: Seit Anfang April hat ai mehr als 1781 Hinrichtungen gezählt. In diesen drei Monaten wurden in China mehr Menschen hingerichtet als in der ganzen übrigen Welt während der letzten drei Jahre. Ein Beispiel: der tibetische Mönch Ngawang Oeser wurde Ende 1989 zu insgesamt 17 Jahren Haft verurteilt. Weil er die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte vervielfältigt und sich für die Unabhängigkeit seiner Heimat Tibet eingesetzt hat. Offenbar gelten diese Handlungen, die die Richter als "konterrevolutionäre Propaganda" bezeichneten, bereits als Verbrechen. Amnesty international hingegen stuft Ngawang Oeser als gewaltlosen politischen Gefangenen ein. Das heißt: der Mönch hat Gewalt nie befürwortet, geschweige denn angewendet. Die Münchner ai-Gruppe 1321 setzt sich seit fast zehn Jahren mit Briefen, Informationsständen und Demonstrationen vor dem chinesischen Konsulat dafür ein, daß Ngawang Oeser freigelassen wird.
Rote Rosen auf dem Rotkreuzplatz:
|
Einen Urlaubsstrand werden Mitglieder von amnesty international in der U-Bahn-Station Sendlinger Tor aufbauen. Mit der Aktion will ai München darauf aufmerksam machen, dass Folter in manchen Urlaubsländern zur Realität gehört. (Samstag, 10. März 01. Von 9:30 bis 14:00 Uhr).
Vor einem Bild mit Sonne, Meer, Palmen und Vögeln und neben einer aufblasbaren Palme können Passanten sich in einem Liegesessel niederlassen. Die Szenerie wird umrahmt von einem schwarzgelben Absperrband mit der Aufschrift "folterfreie Zone". Damit wollen die Mitglieder der ai-Gruppe 1575 (eine von 20 Münchner ai-Gruppen) dafür werben, Urlaub in Ländern zu machen, deren Regierungen die Menschenrechte achten.
In mindestens 150 Ländern der Erde werden Gefangene gefoltert. In 80 dieser Länder sind Menschen an den Folgen der Folter gestorben. Auch in manchen beliebten Urlaubsländern ist Folter an der Tagesordnung. Die Passanten im U-Bahnhof Sendlinger Tor können an Textauszügen aus dem ai-Jahresbericht nachlesen, wie stark im jeweiligen Land Folter verbreitet ist. Sogar in manchen Demokratien wie Ägypten, der Türkei oder Brasilien werden immer wieder Gefangene gefoltert.
Das Beispiel Türkei zeigt aber auch, dass wirtschaftlicher Druck eine Verbesserung der Menschenrechtslage bewirken kann: Die türkische Regierung strebt die Aufnahme in die EU an, sie weiss jedoch, das diese Aufnahme nur möglich sein wird, wenn die Menschenrechte in der Türkei respektiert werden. So hat die Türkei inzwischen unter anderem den rechtsverbindlichen UN-Pakt über bürgerliche und politische Rechte unterzeichnet.
Termin PK: Dienstag, 26. Juni 2001, 11.00 Uhr
Ort PK: Seidl-Villa, Am Nikolaiplatz 1b, 80802 München
RednerInnen: Barbara Lochbihler, Generalsekretärin ai Deutschland
Elise Bittenbinder, BAFF (Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer)
Wolde Yohannes Hundie Huriso, Folterüberlebender aus Äthiopien
Wolfgang Grenz, Flüchtlingsexperte von amnesty international
Sehr geehrte Damen und Herren,
anlässlich des UNO-Tages der Folteropfer am 26. Juni laden wir Sie zur Pressekonferenz ein, um über Mißstände beim Umgang mit traumatisierten Flüchtlingen in Deutschland zu informieren. Im Jahresbericht 2001 dokumentiert amnesty international, dass Folter in 125 Ländern noch immer zum Alltag gehört. In mindestens 80 Ländern sind seit 1997 Menschen an den Folgen von Folter und Misshandlungen gestorben. Trotz dieser erschreckenden Zahlen treffen in Deutschland Flüchtlinge, die in ihrem Heimatland gefoltert wurden, immer noch mehr auf rechtliche Hürden als auf fachkundige Hilfe. Die rechtliche Situation von traumatisierten Flüchtlingen und die Forderungen von amnesty international wird Wolfgang Grenz, ai-Flüchtlingsexperte, erläutern. Hilfe finden Folteropfer in speziellen Therapiezentren, die sie medizinisch und psychologisch betreuen. Allerdings gibt es solche Zentren bisher nicht in jedem Bundesland. Auch die finanzielle Sicherung ist häufig nicht ausreichend. Über die Arbeit der Zentren wird Elise Bittenbinder von der Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAFF) berichten. Die Generalsekretärin der deutschen Sektion von amnesty international, Barbara Lochbihler, spricht über den aktuellen Stand der laufenden Kampagne "Für eine Welt frei von Folter" und Wolde Yohannes Hundie Huriso schildert seine Erfahrungen mit Folter in Äthiopien und seinen Weg der Rehabilitation in Deutschland. Außerdem wird Anni Kammerlander von Refugio (München) anwesend sein und für Gespräche zur Verfügung stehen.
Informationsveranstaltung von:
Mit:
Im neuen Enwurf der Bundesregierung zum Zuwanderungsgesetz sind die Bedürfnisse von traumatisierten Flüchtlingen nicht hinreichend berücksichtigt. Nicht ausreichend sind geregelt:
Lesung und Diskussion am Tag des Flüchtlings:
Freitag, 28. September 2001, 20:00 Uhr
EineWeltHaus, Großer Saal, Schwanthalerstraße 80, 80336 München.
Programm:
Ausschnitte aus "Ein Tutsi in Deutschland", 1997, von Thomas Mazimpaka
Der Asylbewerber aus Runda beschreibt in seinem Buch seine Erfahrungen in Deutschland.
Werke von Milorad Vujovic, Montenegro
Er lebt seit rund 20 Jahren als Flüchtling in Deutschland.
Diskussion mit Vertretern von CSU, SPD,Bündnis 90 / Die Grünen und FDP zur aktuellen Gesetzentwurfsänderung im Asylrecht.
Veranstalter:
amnesty international, Bezirkskoordinationsgruppe Politische Flüchtlinge
Weitere Informationen:
http://www.amnesty-muenchen.de/asyl
An die Redaktion Terminkalender / Service / Terminhinweise
Einmal im Monat veranstaltet amnesty international in München Informationsabende für alle, die mehr über die ai-Arbeit erfahren oder bei ai mitarbeiten möchten. Die nächsten Termine:
Jeweils um 19:30 Uhr, in der Evangelischen Studentengemeinde (ESG), Friedrichstraße 25, Mün-chen-Schwabing (U-Bahn Giselastraße).
Hintergrundinformation zu amnesty international:
ai setzt sich seit 40 Jahren weltweit für Menschen ein, die in ihren grundlegenden Rechten unterdrückt werden. Grundlage der ai-Arbeit ist die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die vor rund 50 Jahren von den Vereinten Nationen verabschiedet wur-de. Insbesondere möchte ai erreichen, daß gewaltlose politische Gefangene freigelassen werden, das sind Gefangene, die nur aus politischen Gründen in Haft sind und die Gewalt weder angewendet noch sie überhaupt befürwortet haben. ai kämpft gegen Folter, Todesstrafe und "Verschwindenlassen". ai möchte zudem erreichen, daß alle politischen Gefangenen ein faires Gerichtsverfahren erhalten.
In mehr als 150 Staaten hat ai Mitglieder und Unterstützer, insgesamt sind es über eine Millionen. Rund 40 Gruppen gibt es im ai-Bezirk München. Unter diesen Gruppen sind auch einige mit speziellen Aufga-ben, beispielsweise der Arbeitskreis Kirchen, der urgent-action-Arbeitskreis, der Arbeitskreis Aktionen, der Asyl-Arbeitkreis und verschiedene Koordinationsgruppen, die auf bestimmte Länder spezialisiert sind. Sämtliche Arbeit bei ai München wird ehrenamtlich geleistet, so auch der Bürodienst oder die Lob-byarbeit bei Politikern.
An die Redaktionen Feuilleton / Bücherkritiken / Vermischtes
mit der Bitte um Veröffentlichung einer Meldung
Der Taschenkalender 2002 von amnesty international bietet nicht nur Platz zum Eintragen der persönlichen Termine, sondern auch viele Anregungen zum Nachdenken: Ein Sinnspruch für jede Woche, Hintergrundinformationen und Texte zu wichtigen politischen Jahrestagen.
"Wichtig ist, daß man nicht aufhört, Fragen zu stellen." (Albert Einstein)
Dieses Motto, aus der zweiten Aprilwoche 2002, könnte auch das Motto des Kalenders sein. Er enthält unter anderem: Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte; sechs Portraits von Menschen, für die sich ai erfolgreich eingesetzt hat; Informationen über Ziele und Aktivitäten von ai und einen Gastbeitrag zum Thema "Die Verantwortung der Wirtschaft für die Menschenrechte".
Zwölf Monate lang hat ein Team von vier Ehrenamtlichen an der Gestaltung des Kalenders gearbeitet; hat Texte zusammengestellt, Details recherchiert und Sinnsprüche gesammelt. Angelika Borgböhmer, Mitglied der Kalenderredaktion: "Wir haben uns stark an den vielen Zuschriften der Benutzer orientiert. Wir sind ziemlich stolz auf unser Werk. Er ist nicht nur ein praktischer Planer, sondern auch eine Art kleines Sachbuch für unterwegs."
Der Kalender ist erhältlich im Buchhandel (ISBN 3-86026-088-x) oder gegen Vorkasse bei: amnesty international, Kalenderversand, Leonrodstraße 19, 80634 München. Er kostet 9.80 DM (plus 2.-- DM Versandkosten). Für jeden verkauften Kalender erhält ai eine Spende von 1,30 DM.
Weitere Informationen:
Email:
kalenderredaktion@amnesty-muenchen.de
![]() |
|
| Format | 14,6 x 9,4 cm (DIN A6 schmal, wie im letzten Jahr) |
| Umfang | 192 Seiten |
| Kalendarium |
2 Seiten pro Woche mit Spruch der Woche, zeitgeschichtlichen Daten, christlichen, jüdischen, islamischen, hinduistischen und buddhistischen Feiertagen sowie Monatsplaner von November 2001 bis April 2003 |
| Serviceteil |
Adressen von Menschenrechtsgruppen Schulferien Internationale Vorwahlnummern Stundenpläne |
| ai-Beiträge |
Allgemeine Erklärung der Menschenrechte Informationen über ai Menschenrechte - Verpflichtung für die Wirtschaft Globalisierung und Menschenrechte |
| Ausstattung |
Zweifarbiger Umschlag mit umweltfreundlicher Schutzfolie Innenteil zu 75 % aus Altpapier Lesezeichen Fadenheftung |
| Emfohlener Verkaufspreis |
9,80 DM, 73 öS, 10,80 sFr für Nicht-Mitglieder, für Mitglieder auf Anfrage |
| Bestelladresse |
amnesty international Kalenderversand Leonrodstr. 19 80634 München (bitte Verrechnungsscheck +2 DM Versandkostenanteil beilegen), oder den guten Buchhandel (ISBN 3-86026-088-x) |
An den Tag der Menschenrechte (Montag, 10. Dezember 2001) erinnert ai München mit einer Veranstaltung in der Fußgängerzone Neuhauser Straße (Richard-Strauß-Brunnen, Neuhauser Straße / Höhe Eisenmannstraße): Von 14:00 bis 16:00 Uhr werden Schüler des Gymnasiums Heimstetten Straßentheater spielen. Sie stellen pantomimisch Menschenrechtsverletzungen dar, beispielsweise Folter, Todesstrafe, Zwangsarbeit und religiöse Verfolgung.
Mit zwei Installationen wird amnesty international München die Passanten auf die Veranstaltung hinweisen: Erstens wird neben der Theatergruppe ein vier Meter großer Adventskranz stehen, der mit Stacheldraht geschmückt ist. Zweitens tragen ai-Mitglieder Hinweisschilder, die an Weihnachtsmärkte erinnern: Sie tragen Aufschriften wie "Lebkuchenbäckerei", "Glühweinstände" oder "Christbaumschmuck". Weitere Schilder weisen aber auch den Weg zu "Folter", "Todesstrafe" oder "Zwangsarbeit". Sie zeigen die Richtung zu den theaterspielenden Schülern.
|
Copyright: amnesty international Designed by dtp&www Letzte inhaltliche Änderung: 31.12.2001 E-Mail an presse@amnesty-muenchen.de |
Zum Seitenanfang Zur Homepage des Bezirks München und Oberbayern Zur Homepage der Deutschen Sektion Zur internationalen ai-Homepage |