Amnesty International Bezirk München und Oberbayern

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Bezirk München und Oberbayern

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28. Juni 2014

LaOla für die Menschenrechte

Bayernweiter Amnesty-Aktionstag im Rahmen der FIFA-WM in Brasilien am Samstag, 11-13 Uhr.

Bayernweite Aktion

In zahlreichen bayrischen Städten gibt es eine öffentliche Aktion zur FIFA-WM in Brasilien. Näheres demnächst auf dieser Web-Site oder in der Tagespresse.

Zeigen Sie Brasiliens Regierung die gelbe Karte!

Am 12. Juni hat in Brasilien die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 begonnen.

Seit Juni vergangenen Jahres gingen in dem südamerikanischen Land immer wieder Hunderttausende Menschen auf die Straße, um gegen Korruption und die hohen Kosten der WM sowie für ein besseres Gesundheits- und Bildungssystem zu demonstrieren.

Mehrmals wurden die Proteste von der Polizei brutal niedergeschlagen: Sie ging mit Tränengasgranaten, Wasserwerfern und Gummigeschossen gegen friedliche Demonstrantinnen und Demonstranten vor. Viele Menschen wurden verletzt – und das nur, weil sie ihr Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit wahrgenommen hatten.

„Es ist kein Verbrechen, gegen Missstände zu protestieren, sondern ein Menschenrecht“, sagt Atila Roque, der Direktor von Amnesty International in Brasilien. „Die brasilianische Polizei sollte sich lieber um die Sicherheit der Menschen kümmern, statt mit Gewalt gegen Demonstrantinnen und Demonstranten vorzugehen.“

Im Falle weiterer Proteste während der WM ist die brasilianische Regierung verpflichtet, friedliche Demonstrationen zu ermöglichen.

Werden Sie aktiv und zeigen Sie Brasiliens Regierung die gelbe Karte! Beteiligen Sie sich an unserer Online-Petition und fordern Sie Präsidentin Dilma Rousseff und Senatspräsident Renan Calheiros auf, die Meinungs- und Versammlungsfreiheit im Land zu achten und friedliche Demonstrationen auch während der Weltmeisterschaft zuzulassen!

Lesen Sie hier den vollständigen Petitionstext:


An die Präsidentin und den Senatsvorsitzenden von Brasilien

Ich fordere die brasilianische Regierung und das brasilianische Parlament auf:

  • die Rechte auf freie Meinungsäußerung und auf Versammlungsfreiheit zu gewährleisten und friedliche Demonstrantinnen und Demonstranten zu schützen.
  • zu garantieren, dass die Sicherheitskräfte internationale Standards für den Schutz der Menschenrechte und den Gesetzesvollzug respektieren. Gewalt darf nur als letztes Mittel angewendet werden und muss verhältnismäßig sein.
  • Regulierungen zur Gewaltanwendung gemäß internationalen Standards einzuführen, einschließlich des Gebrauchs von jeglicher Art von Waffen (auch von nicht-tödlichen Waffen).
  • sicherzustellen, dass Sicherheitskräfte angemessen und wirksam für ihren Einsatz bei Massendemonstrationen geschult werden.
  • effiziente Mechanismen für die unabhängige Untersuchung von Fällen von Verletzungen oder Tötungen aufgrund von Polizeigewalt einzuführen. Die Verantwortlichen müssen in einem angemessenen Disziplinar- oder Strafverfahren zur Rechenschaft gezogen werden.

Hochachtungsvoll