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Startseite2012-11-23

Voices From Deathrow

23. November 2012 - 4. Januar 2013

Ausstellung „Voices from Death Row“

Eine Kunstausstellung von ai in Kooperation mit dem Amerikahaus mit Werken von John Holbrook und Ken Light sowie von Delinquenten im Todestrakt


Vernissage: Freitag, 23. November 2012, 19 Uhr

23. November 2012 - 15. Januar 2013
im Amerika Haus, Karolinenplatz 3, 80333 München
Öffnungszeiten: Montag – Freitag 10-17 Uhr, Mittwoch 10 – 20 Uhr


John Holbrook

Der Fotograf und Künstler John Holbrook stammt aus Fort Worth, Texas. Die Wanderausstellung seiner Fotografien von Insassen der texanischen Todeszellen begannen ihre internationale Tour 2008 in der Opernhalle in Oslo, Norwegen. Sie tourte durch die Vereinigten Staaten sowie zahlreiche Städte in Europa, darunter Genf, Rom und Amsterdam. Die Botschaft, die er mit Hilfe seiner Kunst übermitteln möchte, ist einfach: "The only way we can truly stop suffering is to love and forgive those who have caused the suffering." Ohne die Verbrechen zu beschönigen, überwindet Holbrook den Spagat zwischen Täter und Monster und zeigt mit seinen Photoportraits den Delinquenten als Mensch.


©Ken Light from Texas Death Row©Ken Light from Texas Death Row

Der kalifornische Dokumentarphotograph Ken Light präsentiert Arbeiten aus seinem Bildband „Texas Death Row“ (publ.: Univ. Press of Mississippi, 1997), sw- Photografien aus dem texanischen Todestrakt. Seine Arbeit spiegelt persönliche Momentaufnahmen der Delinquenten in ihrem Tagesablauf die, anders als wir, wissen, wann und wie sie sterben werden: „As a democratic society, America chooses capital punishment, the citizenry should see how it is carried out“. Texas liegt unangefochten an der Spitze der US Bundesstaaten, in denen Gefangene seit 1976 hingerichtet wurden.


Voices From Deathrow

Die Zeichnungen der Insassen der Todeszellen: nur so gemalt oder doch Annäherung an das Geschehene? Nur Zeitvertreib in Erwartung des Wahnsinns, einer staatlich legitimierten Hinrichtung? Die Bilder sind nicht nur stumme Werke der Betroffenen. Hier ist Kunst Transporteur und Vermittlerin des nur scheinbar Unvermeidlichen. Sie führt, zusammen mit den Werken der Photografen, den Betrachter in die Situation und stimmt nachdenklich.

Seite zuletzt geändert am 21.01.2013 13:34 Uhr