Amnesty International Bezirk München und Oberbayern

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Bezirk München und Oberbayern

Startseite2008-01-10

Amnesty International

10. Januar - 2. Februar 2008

"Verwandlungen"

Künstler unterstützen Amnesty International

Ausstellung:

Donnerstag, 10.01.08 bis Samstag, 02.02.08
täglich 12.00 - 19.00 Uhr
Auktion am Freitag, den 25.01.08 um 19.30 Uhr mit Robert Ketterer
in der Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b, München-Schwabing
www.seidlvilla.de
Eintritt frei

Picasso soll einst gesagt haben, dass "ein Gemälde niemals eine Kugel aufhalten kann". Nichtsdestotrotz sind fünf bayerische Künstler der Ansicht, dass ein Gemälde das Abfeuern einer Kugel verhindern kann, indem sie mit ihrer gemeinsamen Ausstellung Verwandlungen Amnesty International unterstützen.

In Zusammenarbeit mit der Seidlvilla werden in der Ausstellung Verwandlungen 40 Arbeiten von Angelika Hofer, Ludwig Gruber, Almut Woehrle-Ruß, Ulrike Schüler und Monika Müller Leibl gezeigt. Müller Leibl, Initiatorin und künstlerische Leiterin des Projekts, knüpft damit an eine aktuelle Münchner Ausstellung an: "Wenn gleichzeitig die Arbeiten von Max Beckmann, die im Exil geschaffen wurden, in München zu sehen sind, sollten wir inne halten und nachdenken, warum er fliehen musste. Menschenrechte, wie Meinungsfreiheit, sind selbstverständlich wertvoll und müssen immer verteidigt werden", sagt Monika Müller Leibl. "Als Künstler und Menschen sollte es uns am Herzen liegen, dieses Anliegen zu unterstützen."

Greg Langley von ai München nahm diese Idee gern auf - bislang hat es eine Aktion, in der Künstler die Arbeit der Menschenrechtsorganisation unterstützen, hier noch nicht gegeben, es wird aber jetzt schon daran gedacht, diese Veranstaltung jährlich zu wiederholen. Ermutigende Erfahrungen haben die Künstler durch eine ähnliche Aktion, bei der sie vor einigen Jahren in Rosenheim eine gute Summe für ai ersteigerten.

Auktion und Verkauf der Kunstwerke

Robert Ketterer vom Auktionshaus Ketterer Kunst wird die ausgestellten Arbeiten im Rahmen einer Auktion am Freitag, den 25. Januar 2008 um 19.30 versteigern. Umrahmt wird die Veranstaltung mit Jazzmusik von Juliane Mudra (Flöte und Saxophon), Michael Lackner (Gitarre) und Nikolaus Reichel (Bass). Die Preise liegen zwischen ca. 200 bis ca. 3.000 Euro. Nach der Auktion besteht die Gelegenheit, bei Fingerfood und einem Glas Wein ins Gespräch zu kommen.

Die nicht für die Auktion vorgesehenen Kunstwerke können schon vorab während der Ausstellung gekauft werden. Weitere Informationen sowie Bildmaterial senden wir Ihnen gern zu.

Die Künstler

Werke von Monika Müller Leibl (www.monika-mueller-leibl.de) befinden sich im Besitz der Staatlichen Graphischen Sammlung, der Lenbachgalerie, der Bayerischen Staatsgemäldesammlung sowie der Stadt München. Sie war mit Einzelausstellungen in Deutschland, Italien, Japan und Syrien vertreten. In der Benefiz-Ausstellung für Amnesty International stellt Monika Müller Leibl eine kleine Serie von "Wasserbildern" aus, bei denen man die Verwandlung der Wasserschichten oder Segel assoziiert. Drei großformatige Bilder zeigen einen Garten in Marrakesch, eine Urlandschaft in Afrika und ein Menschenbild "Hoffnung".

Die 1950 in St. Peter-Ording geborene Künstlerin Almut Wöhrle-Ruß (www.almut-online.de) studierte an der Universität Tübingen und hat ihr Atelier seit 1991 bei Rosenheim. In diversen Einzel- und Gruppenausstellungen regionaler Galerien, in Kunstvereinen und städtischen Institutionen wurde ihr Werk seit 1994 präsentiert. Ihre Arbeiten sind in öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten. Ihr Werk - Druckgrafiken, Arbeiten mit Farbfeld und freier Zeichnung - befasst sich mit Raumkonzepten und figurativ-symbolischen Elementen.

Ulrike Schüler (www.ulrikeschueler.de) hat an der Akademie der Bildenden Künste in München studiert. Nach einem einjährigen Stipendiumsaufenthalt in London (1994) ließ sie sich in München nieder. In ihren Arbeiten hinterfragt Ulrike Schüler die Wirklichkeit; sie interessiert insbesondere die gesellschaftliche Einbindung des Individuums und die daraus resultierenden Spannungen zwischen äußerer Anforderung und innerer Verfasstheit.

Ludwig Gruber lebt und arbeitet in Bad Aibling. Seine Farblinolschnitte erinnern "mit labyrinthischen und pflanzlichen Formen, auch mit ihren erdigen Farben, entfernt an tibetische, afrikanische oder indianische Kunst", schrieb das Oberbayerische Volksblatt. In ihnen schlagen sich Erfahrungen aus zahlreichen großen Weltreisen nieder. Geboren 1935 in Mainburg/Niederbayern, waren Ludwig Grubers Arbeiten in vielen Ausstellungen zu sehen; er war zudem an der Neugestaltung der Rosenheimer Stadtpfarrkirche St. Nikolaus beteiligt. Öffentliche Ankäufe u. a. durch die Bayerische Staatsgemäldesammlung, Stadt Rosenheim und Stadt Bad Aibling.

In den abstrakten Bildern von Angelika Hofer (www.kunstverein-ok9.de) ist eines ihrer Hauptthemen der Mensch. Doch auch Landschaften und Gebäude, als von Menschenhand gestaltetes Pendant, bezieht sie in ihr Schaffen ein. In feiner Strichführung sind die Arbeiten vorwiegend in Acryl und Öl ausgeführt. Angelika Hofer, die in Hohenthann und München lebt und arbeitet, nahm an zahlreichen Ausstellungen teil. Ein besonderer Schwerpunkt liegt zudem auf Natur-Installationen und Objekten, die sie in Karlsfeld, München, Tegernsee, Hartmannsberg und in Bad Aibling im öffentlichen Raum realisierte.

Amnesty International (ai) ist eine weltweite, von Regierungen, politischen Parteien, Ideologien, Wirtschaftsinteressen und Religionen unabhängige Mitgliederorganisation. Auf Grundlage der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte wendet sich ai gegen schwer wiegende Verletzungen der Rechte eines jeden Menschen auf Meinungsfreiheit, auf Freiheit von Diskriminierung sowie auf körperliche und geistige Unversehrtheit. 1977 erhielt ai den Friedensnobelpreis.

Die Seidlvilla (www.seidlvilla.de) besteht als Stadtteilkulturzentrum seit 1991. Mit ihrem umfangreichen und facettenreichen Kulturprogramm hat die Seidlvilla eine hervorragende Position im Schwabinger und Münchner Kulturleben. In Kooperation unterstützt sie ai mit dieser Benefizausstellung.

Ketterer Kunst hat sich seit seiner Gründung im Jahr 1954 als einer der wichtigsten Kunst- und Buchversteigerer mit dem Stammsitz im Münchner Prinz-Alfons-Palais und einer Dependance in Hamburg etabliert. Galerieräume in Berlin und Repräsentanzen in Heidelberg, Krefeld und New York tragen entscheidend zum Geschäftserfolg bei. Abgerundet wird das Portfolio unter anderem durch den renommierten Ernest Rathenau Verlag, New York/München (www.kettererkunst.de).

Wir bedanken uns für die freundliche Unterstützung von Seidlvilla, UND - Das Münchner Kunstjournal, Ketterer Kunst und RUFFINI - Café, Konditorei, Weinhaus. Bei Abdruck wird um 1 Beleg oder Veröffentlichungshinweis/ Link gebeten.

Seite zuletzt geändert 2008