Amnesty International Bezirk München und Oberbayern

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16. Februar - 16. März 2003

"Geschundene Körper - zerrissene Seelen"

Folter an Frauen - eine Ausstellung

Datum: 16.02. - 16.03. 2003
Ort: U-Bahnhof Universität, Zwischengeschoß, Ausgang Nord.
Eröffnungsveranstaltung am 20.02.2003 um 19:00 Uhr.

Folter und Mißhandlung an Frauen haben ihre Wurzeln in einer weltweiten Tradition, die Frauen nicht die gleichen Rechte zugesteht wie Männern. Fotos und Texte dokumentieren das Leid vieler Frauen, denen staatliche oder häusliche Gewalt angetan wurde. Die Ausstellung zeigt aber auch, daß viele Frauen sich nicht einschüchtern lassen und für ihre Rechte aktiv werden.

Mißhandlungen von Frauen in unterschiedlichsten Lebenssituationen und Kulturen werden uns vor Augen geführt. Folter an Frauen geschieht in Gefängnissen, im Polizeigewahrsam, durch bewaffnete oppositionelle Gruppen. All dies wird auch durch das Phänomen "Wegschauen" ermöglicht, das ebenfalls in der Ausstellung zur Sprache kommt.

Die Bilder von Frauen, die für ihre Rechte demonstrieren, machen Mut. Oftmals haben diese Frauen selber Mißhandlungen erfahren. So die 17jährige Bena Akhter aus Bangla-desch. Sie hat ein Säureattentat überlebt. Inzwischen arbeitet sie für eine Organisation, die den Opfern solcher Anschläge hilft. Die ärzte in Bangladesh gehen von mindestens 200 Säureanschlägen auf Frauen im Jahr aus. Die Täter sind oft abgewiesene Verehrer oder Ehemänner. Die meisten Opfer erblinden und sind lebenslang entstellt. Die Regierung in Dhaka billigt die Anschläge zwar nicht, tut aber wenig, um den Frauen zu helfen und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.

Seite zuletzt geändert 2003