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26. Juni 2001

Pressekonferenz zum UNO-Tag der Folteropfer am 26. Juni 2001

Traumatisierte Flüchtlinge treffen in Deutschland auf bürokratische Hürden statt auf Hilfe

  • Termin PK: Dienstag, 26. Juni 2001, 11.00 Uhr
  • Ort PK: Seidl-Villa, Am Nikolaiplatz 1b, 80802 München
  • RednerInnen: Barbara Lochbihler, Generalsekretärin ai Deutschland
  • Elise Bittenbinder, BAFF (Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer)
  • Wolde Yohannes Hundie Huriso, Folterüberlebender aus Äthiopien
  • Wolfgang Grenz, Flüchtlingsexperte von amnesty international

Sehr geehrte Damen und Herren,

anlässlich des UNO-Tages der Folteropfer am 26. Juni laden wir Sie zur Pressekonferenz ein, um über Mißstände beim Umgang mit traumatisierten Flüchtlingen in Deutschland zu informieren. Im Jahresbericht 2001 dokumentiert amnesty international, dass Folter in 125 Ländern noch immer zum Alltag gehört. In mindestens 80 Ländern sind seit 1997 Menschen an den Folgen von Folter und Misshandlungen gestorben. Trotz dieser erschreckenden Zahlen treffen in Deutschland Flüchtlinge, die in ihrem Heimatland gefoltert wurden, immer noch mehr auf rechtliche Hürden als auf fachkundige Hilfe. Die rechtliche Situation von traumatisierten Flüchtlingen und die Forderungen von amnesty international wird Wolfgang Grenz, ai-Flüchtlingsexperte, erläutern. Hilfe finden Folteropfer in speziellen Therapiezentren, die sie medizinisch und psychologisch betreuen. Allerdings gibt es solche Zentren bisher nicht in jedem Bundesland. Auch die finanzielle Sicherung ist häufig nicht ausreichend. Über die Arbeit der Zentren wird Elise Bittenbinder von der Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAFF) berichten. Die Generalsekretärin der deutschen Sektion von amnesty international, Barbara Lochbihler, spricht über den aktuellen Stand der laufenden Kampagne "Für eine Welt frei von Folter" und Wolde Yohannes Hundie Huriso schildert seine Erfahrungen mit Folter in Äthiopien und seinen Weg der Rehabilitation in Deutschland. Außerdem wird Anni Kammerlander von Refugio (München) anwesend sein und für Gespräche zur Verfügung stehen.

Seite zuletzt geändert 2001