Amnesty International Bezirk München und Oberbayern

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10. März 2001

Palmenstrand im U-Bahnhof Sendlinger Tor

amnesty wirbt für "folterfreie Urlaubszone"

Einen Urlaubsstrand werden Mitglieder von amnesty international in der U-Bahn-Station Sendlinger Tor aufbauen. Mit der Aktion will ai München darauf aufmerksam machen, dass Folter in manchen Urlaubsländern zur Realität gehört. (Samstag, 10. März 2001. Von 9:30 bis 14:00 Uhr).

Vor einem Bild mit Sonne, Meer, Palmen und Vögeln und neben einer aufblasbaren Palme können Passanten sich in einem Liegesessel niederlassen. Die Szenerie wird umrahmt von einem schwarzgelben Absperrband mit der Aufschrift "folterfreie Zone". Damit wollen die Mitglieder der ai-Gruppe 1575 (eine von 20 Münchner ai-Gruppen) dafür werben, Urlaub in Ländern zu machen, deren Regierungen die Menschenrechte achten.

In mindestens 150 Ländern der Erde werden Gefangene gefoltert. In 80 dieser Länder sind Menschen an den Folgen der Folter gestorben. Auch in manchen beliebten Urlaubsländern ist Folter an der Tagesordnung. Die Passanten im U-Bahnhof Sendlinger Tor können an Textauszügen aus dem ai-Jahresbericht nachlesen, wie stark im jeweiligen Land Folter verbreitet ist. Sogar in manchen Demokratien wie Ägypten, der Türkei oder Brasilien werden immer wieder Gefangene gefoltert.

Das Beispiel Türkei zeigt aber auch, dass wirtschaftlicher Druck eine Verbesserung der Menschenrechtslage bewirken kann: Die türkische Regierung strebt die Aufnahme in die EU an, sie weiss jedoch, das diese Aufnahme nur möglich sein wird, wenn die Menschenrechte in der Türkei respektiert werden. So hat die Türkei inzwischen unter anderem den rechtsverbindlichen UN-Pakt über bürgerliche und politische Rechte unterzeichnet.

Seite zuletzt geändert 2001