Amnesty International Bezirk München und Oberbayern

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Bezirk München und Oberbayern

Startseite2001-03-08

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8. März 2001

Rote Rosen auf dem Rotkreuzplatz

ai-Aktion gegen Mißhandlung von Frauen

Frauen werden besonders häufig Opfer von Folter und Mißhandlungen - sogar im privaten Umfeld. Darauf weist amnesty international München am 8. März 2001 hin, dem Internernationalen Frauentag. Eine der 20 Münchner ai-Gruppen verteilt als Zeichen der Hoffnung Rosen auf dem Rotkreuzplatz (Donnerstag, 8. März 2001; 17:00 bis 20:00 Uhr). Die Blumen wurden ohne Pestizide angebaut, das heißt ohne Gesundheitsgefahren für die Blumenarbeiterinnen.

Nach Angaben einer Weltbankstudie haben 20 Prozent aller Frauen weltweit körperliche und sexuelle Gewalt erlitten. Das Machtgefälle zwischen Männern und Frauen in vielen Ländern führt dazu, daß Frauen sogar im eigenen Haus Opfer von Gewalt werden. Ein Beispiel: Kahambu Ngoy (Name geändert) aus der Demokratischen Republik Kongo wurde mit einem Marineoffizier verheiratet, der sie regelmäßig mit Schlägen und Fußtritten quälte. Ihr Mann vergewaltigte sie mehrfach und drohte, sie zu erschießen.

Amnesty international kämpft gegen Folter und Mißhandlungen. Die wichtigste Maßnahme gegen diese Menschenrechtsverletzungen: Der Staat muß die Täter - egal ob Sicherheitskräfte oder Privatpersonen - zur Rechenschaft ziehen. Wenn Menschenrechtsverletzer wissen, daß sie nicht ungestraft davonkommen, nehmen Mißhandlungen rapide ab. Doch viele Regierungen dulden Mißhandlungen und Folter oder wenden sie sogar bewußt als Mittel politischer Repression an. Besonders grausam in 80 Ländern der Erde: Dort sind Menschen an den Folgen von Folter gestorben.

Amnesty international hat eine weltweite Kampagne gegen Folter gestartet. Die Kampagne wird auch von der Schauspielerin Meret Becker, dem Fernsehjournalisten Roger Willemsen und dem Schriftsteller Johannes Mario Simmel unterstützt. ai München beteiligt sich mit mehreren Aktionen an der Kampagne.

Seite zuletzt geändert 2001