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23. Juni 2001

Schritte in eine Welt ohne Folter

ai sammelt Unterschriften auf Füßen

Am Samstag, den 23. Juni 2001 (10:30 bis 16:00 Uhr) wird amnesty international Hunderte von Pappfüßen an einer Leine auf dem Stachus aufhängen. Jeder Fuß trägt eine Unterschrift gegen die Folter. Die Füße sollen Schritte in eine Welt ohne Folter symbolisieren. Die Aktion ist der Abschluß der Anti-Folter-Kampagne, die ai vor einem Jahr gestartet hat. Auch am Samstag können Passanten noch auf den Füßen unterschreiben und sich außerdem an Eilaktionen gegen Folter beteiligen.

Folter ist heute praktisch in allen Staaten verboten - durch nationale Gesetze und internationale Übereinkommen. Gegen Verantwortliche wie den chilenischen Ex-Diktator Augusto Pinochet ermittelt nicht nur die eigene Justiz, sondern auch die anderer Staaten. Das weltweite Verbot der Folter ist auch ein Erfolg vergangener ai-Kampagnen. Diesmal ist das Kampagnenziel, die Bestrafung von Folterern nicht nur de jure, sondern auch de facto durchzusetzen. Bisher verlaufen die Ermittlungen oft im Sand.

Folter ist immer noch weltweit verbreitet, nicht nur in Diktaturen, auch in Demokratien wie Brasilien, Indien oder Ägypten. Berichte über Folter und Mißhandlungen liegen ai aus über 150 Staaten vor. Früher war Folter ein Mittel der politischen Unterdrückung, die Opfer waren meist Oppositionelle. Heute werden in vielen Ländern vor allem Angehörige von Minderheiten gefoltert.

Für die Kampagne nutzt ai auch das Internet. Unter der Adresse www.stoptorture.org haben sich rund 20.000 Menschen an der Kampagne beteiligt und Appelle verschickt. Über 1.000 Menschen haben sich bisher auf der deutschen Anti-Folter-Webseite www.amnesty.de/stopfolter eingetragen, um an Eilaktionen gegen die Folter teilzunehmen.

Seite zuletzt geändert 2001