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Münchner Filmemacher verschenken Kino-Werbespot

Münchner Filmemacher schenken Amnesty International Kino-Werbespot im Wert von 200.000 Mark.

Jetzt läuft in 360 deutschen Kinos ein Werbespot an, der in München für amnesty international gedreht worden ist. Ein Team von jungen Münchner Filmemachern und "ARRI TV" haben den Kino-Werbespot (Wert: 200.000 Mark) kostenlos für ai produziert. Der Spot erinnert an den 50. Jahrestag der Menschenrechtserklärung am 10. Dezember 1998. In München wird er in 24 Kinos zu sehen sein.

Der Inhalt des Werbespots: Eine aufsichtige Kamerafahrt zeigt eine prunkvoll gedeckte Tafel mit barockem Porzellan und funkelnden Kerzenständern. Die Szene ist in warmes Licht getaucht, im Hintergrund erklingt Salonmusik. Am Kopf der Tafel endet die Kamerafahrt. Auf einer Karte ist zu lesen: "Feier zum fünfzigsten Jahrestag der Menschenrechtserklärung". In diesem Moment schwenkt die Kamera - man erkennt in der Totalen den gesamten Tisch. Kalte Lichtkegel beleuchten die einzelnen Stühle an der Tafel. Es sind Folterstühle. Die Musik bricht ab. Der Spot endet mit der Einblendung: "Zeit zu handeln. amnesty international."

Solch ein professionell gedrehter 30-Sekunden-Spot hätte amnesty international eigentlich 200.000 Mark gekostet. Hinzugekommen wären Kosten in Millionenhöhe, um die Werbezeiten in den Kinos zu kaufen. Doch die Firma Arri, die Werbefilmer und Kinos in ganz Deutschland haben ai ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk gemacht: ai zahlt nur die geringen Kosten für das Erstellen der Kopien. Alles andere wird ai geschenkt. In München wird der Spot kostenlos in 24 Kinosälen gezeigt, unter anderem in den City-Kinos in der Sonnenstraße, im Cinema und im Maxim.

Die jungen Filmschaffenden, die den Spot gedreht haben, verfügen bereits über einige Erfahrung in der Kino- und Werbefilmproduktion: Produzent Michel Morales und Regisseur Oliver Neis haben eine Reihe von Werbespots gemacht, beispielsweise eine preisgekrönte Kinowerbung für "Bresso". Kameramann Richard Krause drehte unter anderem den Kinofilm "Der Sieg". Szenenbildner Ralf Schreck hat bei den Filmen "Knocking on heaven's door" und "Das Superweib" mitgearbeitet.