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03.10.2009

Asien: Klimawandel in Indien

Millionen Menschen sind in Indien von den Folgen des Klimawandels bedroht. Als Klimasünder gerät das Land zunehmend in die Kritik. Die Regierung, die sich durch die Ratifizierung des Kyoto-Protokolls zu einer Reduzierung des CO2-Ausstoßes verpflichtet hat, hat deshalb nun ihren ersten nationalen Klimaschutzplan vorgelegt.

Formuliert wird er von Umweltschützern, Ministern und Industriellen. Nija Schwabska berichtet über die geplanten Änderungen der indischen Klimaschutzpolitik. Indien reagiert mit seinem Klimaplan auf die zunehmende Klimabedrohung im eigenen Land. Die Erderwärmung könnte zu weiteren Dürren und Überschwemmungen führen, was die Landwirtschaft und die Nahrungsmittelsicherheit gefährdet. Küstennahe Großstädte wie Mumbai und Kalkutta würden durch einen steigenden Meeresspiegel bedroht wie weite Landstriche im Nachbarland Bangladesch. Die im indischen Klimaplan vorgesehenen Maßnahmen müssen deshalb so schnell wie möglich umgesetzt werden. Gleichzeitig muss das Land seine Blockadehaltung bei der Erklärung verbindlicher Reduktionsziele aufgeben. Experten rechnen damit, dass sich Schwellenländer wie Indien, Brasilien oder China bei der Klimakonferenz in Bali dem zunehmenden Druck der übrigen Kyoto-Staaten beugen werden.

Autorin: Nija Schwabska
Sprecher: Malte Heynen

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