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22.11.2008

Asien: Wajdi Mouawad

Wajdi Mouawad verbindet in seinem Theaterstück "Verbrennungen" drei Geschichten: die erste erzählt das Schicksal der alten Nawal, die es bis zu ihrem Tode schafft, ihr früheres Leben im Libanon sogar vor ihren zwei Kindern zu verbergen; die zweite Geschichte gibt Einsicht in Nawals Jugend im Libanon, wo sie sehr jung schwanger wird und schließlich wird im dritten Handlungsstrang die Geschichte eines durch Bürgerkrieg zerrissenen Landes gezeigt.

Die Zwillinge Jeanne und Simon sollen nach dem Tod ihrer Mutter Nawal Briefe an zwei Empfänger übergeben, von deren Existenz sie nichts geahnt haben: Der eine Brief ist an ihren tot geglaubten Vater adressiert, der andere an ihren Bruder, von dem sie bis zum Tod ihrer Mutter nichts gewusst haben. Auf ihrer Reise durch ein vom Bürgerkrieg zerrüttetes, ihnen völlig fremdes Land decken Jeanne und Simon allmählich den Lebens- und Leidensweg ihrer Mutter auf erhalten Einblick in einem vom Bürgerkrieg zerrüttetes Land und ihre eigene erschreckende Herkunft. Der Autor Wajdi Mouawad, selbst 1968 im Libanon geboren, ist in Frankreich aufgewachsen und lebt in Montréal, Kanada. Er absolvierte eine Schauspielausbildung an der „Ecole Nationale du Canada“ und ist als Mitbegründer des Théâtre Ô Parleur als Schauspieler, Autor und Regisseur vor allem in der Theaterszene Montréals präsent. 2002 wurde er für sein Gesamtwerk von der französischen Regierung zum Chevalier de l’Ordre National des Arts et des Lettres ernannt. 2005 erhielt er den „Prix Molière“ als bester frankophoner Autor.

Autor: Jo Vollrath
Sprecher: Johannes Wiedemann

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