Gruppe 1619 in München - Obersendling
Amnesty International (ai) ist eine weltweite Mitgliederorganisation, die sich unabhängig von Regierungen, politischen Parteien, Ideologien, Wirtschaftsinteressen und Religionen für die Durchsetzung der Menschenrechte einsetzt. Auf der Grundlage der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte wendet sich Amnesty International gegen schwer wiegende Verletzungen der Rechte eines jeden Menschen auf Meinungsfreiheit, auf Freiheit von Diskriminierung sowie auf körperliche und geistige Unversehrtheit. Mehr als eine Million Mitglieder und Förderer in mehr als 140 Staaten tragen die Arbeit der seit mehr als 40 Jahren bestehenden, weltweit größten Menschenrechtsorganisation. Allein in Deutschland gibt es heute mehr als 45.000 aktive Mitglieder und regelmäßige Förderer, die sich meist den lokalen Arbeitsgruppen anschließen.
Eine dieser Gruppen sind wir, die Gruppe 1619. Wir sind im Münchner Süden seit August 1977 für die Menschenrechte aktiv. In dieser Zeit konnten wir uns für Menschen in vielen Ländern einsetzen. Wir haben uns beispielsweise für Opfer von Menschenrechtsverletzungen in Indien, Sudan, Tansania, Sri Lanka und Somalia engagiert. Zuletzt haben wir einen Fall aus Myanmar (Birma) betreut. Zu unserer Freude haben wir später erfahren, dass der von uns betreute Student freigelassen wurde. Doch leider mussten wir auch erfahren, dass wir mit unserer Arbeit nicht immer Erfolg haben. Weitere Schwerpunkte waren die überregionalen Kampagnen gegen das willkürliche "Verschwindenlassen" von Oppositionellen, gegen staatlichen Mord sowie für die Einhaltung von Menschenrechten in Indonesien. Derzeit setzen wir uns für drei gewaltlose Häftlinge in Libyen ein, die bereits seit 1989 ohne Gerichtsverfahren im Gefängnis sind.

Unsere Gruppe veranstaltet jedes Jahr mehrere Informationsstände, sowie spezielle Informationsveranstaltungen über einzelne Themen und Länder. Allein oder in Zusammenarbeit mit kirchlichen und anderen Gruppen organisieren und beteiligen wir uns an Straßenfesten und Festen der Begegnung. Es gelang uns auch mit einigen engagierten Filmen im Kino ein größeres Publikum zu erreichen und Diskussionen zu initiieren.
Unsere Gruppe besteht aus etwa 15 Personen mit den unterschiedlichsten Temperamenten und Berufen. Unabhängig vom politischen oder weltanschaulichen Blickwinkel des Einzelnen eint uns der Wille, Menschen die bedroht und verfolgt werden, zu helfen. Dafür setzt sich jeder soviel ein, wie es ihm im Moment möglich erscheint.
Unsere Gruppenabende finden regelmäßig alle drei bis vier Wochen Dienstags in den Gemeinderäumen der Evangelischen Passionskirche, Tölzer Straße statt. Vielleicht haben Sie jetzt Interesse bekommen, sich detaillierter über unsere Arbeit zu informieren oder uns finanziell zu unterstützen? Oder möchten Sie bei uns mitarbeiten - dazu sind Sie herzlich eingeladen! Lassen Sie uns es wissen! Sie erreichen uns unter
obersendling@amnesty-muenchen.de
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